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Was sind Retikulozyten?

Hamburg (dpa) - Retikulozyten braucht jeder Mensch. Sie sind eine Vorstufe der ausgewachsenen roten Blutkörperchen, die Sauerstoff von der Lunge zu den Muskeln transportieren. Nach großen Blutverlusten - wenn viel neues Blut gebildet wird - erhöht sich im Körper der Anteil der Retikulozyten.

Auch beim Training in großen Höhen, wo die Luft relativ wenig Sauerstoff enthält, oder bei besonders kalten Temperaturen bildet der Körper auf natürliche Weise mehr Retikulozyten. Sportler können die Bildung der Retikulozyten auch durch das Dopingmittel Erythropoetin (EPO) erhöhen. Der Eislauf-Weltverband ISU sehe einen Anteil von 2,4 Prozent Retikulozyten an Gesamtmenge roter Blutkörperchen als Grenzwert an, sagte Detlef Thieme, Leiter des Instituts für Dopinganalytik und Sportbiochemie in Kreischa bei Dresden. «Man muss aber etwa ein Höhentraining in die Bewertung einfließen lassen.»

Andere Dopingverfahren erniedrigen den Retikulozyten-Wert. Wenn Sportler eine Eigenblut-Konserve verwenden, bildet der Körper nicht mehr so viel Retikulozyten. Einige Verbände gehen daher laut Thieme ab einem Wert unter 0,2 Prozent von einem Verdacht auf Blutdoping aus.

Eisschnelllauf / Doping / Affäre / Pechstein
06.08.2009 · 22:20 Uhr
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