myboni.de - Dein Bonusportal zum Geld verdienen.
 
News
 

Warnung vor Glatteis: "Lasst das Auto stehen"

WarnungGroßansicht

Berlin/Offenbach (dpa) - Der weihnachtliche Reiseverkehr ist am Donnerstag heftig ins Rutschen gekommen. Eisregen und Glätte behinderten vor allem in Nord- und Ostdeutschland den Verkehr. Eine bis zu zwei Zentimeter dicke Eisschicht habe sich auf den Straßen gebildet, hieß es in Niedersachsen.

Auch die Bahn war betroffen - vor allem auf den Strecken im Norden gab es Ausfälle und Verspätungen. Die Lage am Frankfurter Flughafen entspannte sich dagegen weiter.

Zwischen Oldenburg und Puttgarden in Schleswig-Holstein wurde am Vormittag der Zugverkehr eingestellt, es gab auch keine Busse als Ersatz. Ein ICE Richtung Kopenhagen musste von Oldenburg zurück nach Lübeck. Eine Schneefräse sollte im Laufe des Nachmittags die Bahntrasse wieder freimachen, sagte ein Bahnsprecher und fügte hinzu: «Im Moment geht gar nichts.»

Die Bahn ächzte deutschlandweit unter dem Ansturm von Weihnachtsreisenden. Auf den Bahnhöfen zwischen Flensburg und München drängten sich die Menschen, viele Fahrgäste konnten nur noch einen Stehplatz ergattern. Erneut gab es viele Verspätungen und auch Ausfälle. Die ICE-Züge dürfen weiter höchstens auf Tempo 200 beschleunigen, um Schäden durch aufgewirbelte Eisbrocken zu vermeiden.

Die Lage am Frankfurter Flughafen entspannte sich dagegen weiter. «Bei uns läuft alles rund», sagte der Sprecher des Betreibers Fraport, Thomas Uber, am Vormittag. Auch der Rückstau auf dem Flughafen wartender Reisender sei praktisch abgebaut. Auch von anderen Flughäfen wurden keine Probleme gemeldet.

Auf der Straße war am Vormittag vor allem der Norden betroffen - wo zum Glatteis neuer Schnee hinzukam. Viele Landkreise haben inzwischen fast kein Streusalz mehr. Im Kreis Holzminden in Niedersachsen hieß es, das Salz reiche nur noch für die wichtigsten Straßenabschnitte.

In Niedersachsen gab es vor allem auf den Autobahnen 2 und 39 große Probleme. «Wer nicht fahren muss, sollte das Auto unbedingt stehenlassen», hieß es bei der Verkehrsmanagementzentrale. Zahlreiche Lastwagen stellten sich quer. Lkw-Fahrer wurden gebeten, die nächsten Parkplätze anzufahren oder notfalls auf dem Standstreifen zu stoppen. Die A7 musste zwischen Göttingen und Hann.Münden-Hedemünden in Richtung Süden zeitweise voll gesperrt werden.

Im Norden Schleswig-Holsteins behinderten Schneeverwehungen die Autofahrer. Auf den Autobahnen stellten sich immer wieder Lastwagen quer, Autos rutschten von vereisten Fahrbahnen. Blitzeis legte am Morgen die Autobahn 24 Berlin-Hamburg lahm, die nach mehreren Unfällen bei Neuruppin zeitweise gesperrt werden musste.

Auf der A1 zwischen Hamburg und Lübeck spitzte sich die Situation am Vormittag zu, es gab mehrere Glätteunfälle mit Verletzten. «Die Autobahn vereist zunehmend. Die Leute sollten zu Hause bleiben oder vorsichtiger fahren», warnte eine Polizeisprecherin.

In der Nacht hatte Regen in Brandenburg und Berlin zu überfrierender Nässe geführt. Aus Sachsen-Anhalt wurde verbreitet Blitzeis gemeldet, in einigen Kreisen wurde der Busverkehr eingestellt. In Nordrhein-Westfalen und weiter im Süden gab es dagegen nur vereinzelt Probleme durch Glatteis.

Auch an Heiligabend bleibt es kalt - und es fällt fast überall Schnee. Im Norden und Osten kann die Bescherung aber auch weniger schön ausfallen, berichtete der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Donnerstag. Das Tief «Scarlett» bringt neben neuem Schnee kräftigen Wind, der zu Schneeverwehungen führen kann.

Auf einem Streifen von der Ostsee bis ins Rheinland können vereinzelt über 20 Zentimeter der weißen Pracht fallen. Im Süden und Südwesten regnet es am Freitag zunächst. Doch am Nachmittag gehen auch dort die Niederschläge allmählich in Schnee über. An den Weihnachtsfeiertagen beruhigt sich das Wetter. Es bleibt überall frostig kalt.

Wetter / Verkehr / Luftverkehr
23.12.2010 · 14:24 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

 

News-Archiv

 
Diese Woche
24.05.2017(Heute)
23.05.2017(Gestern)
22.05.2017(Mo)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen