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Warnstreiks werden ausgeweitet

Warnstreiks im öffentlichen DienstGroßansicht
Ulm/Düsseldorf (dpa) - Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst gehen in die zweite Runde. In Baden-Württemberg legten Bus- und Straßenbahnfahrer am Donnerstag mit Beginn der Frühschicht um 4.00 Uhr ihre Arbeit nieder, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte.

Städtische Busse und Straßenbahnen in Ulm blieben in den Depots. Die Gewerkschaft kündigte in mehreren Städten Baden-Württembergs und in Nordrhein-Westfalen Warnstreiks an. Dort kann es ebenfalls zu Behinderungen im Nahverkehr und auch auf Flughäfen kommen.

Nach Informationen des Flughafens Düsseldorf wollten die Beschäftigten dort ihre Arbeit zwischen 4.00 und 8.00 Uhr niederlegen. Am frühen Morgen habe es aber zunächst noch keine Einschränkungen gegeben, sagte eine Sprecherin. Auch am Flughafen Köln-Bonn sollte gestreikt werden. Von den Warnstreiks sollen auch Müllabfuhr, Stadtwerke, Kitas, Seniorenheime, Theater und Arbeitsagenturen im Land betroffen sein. Verdi-Chef Frank Bsirske will in Dortmund auf einer Kundgebung sprechen.

Doch auch andere Bundesländer bleiben von der Streikwelle nicht verschont. So sind zum Beispiel in Saarbrücken die Mitarbeiter einer Müllverbrennungsanlage dazu aufgerufen, ihre Arbeit ruhen zu lassen. Laut einer Verdi-Mitteilung soll die Aktion den ganzen Tag dauern. Etwa 350 Fahrzeuge würden deshalb nicht entladen und mehr als 1000 Tonnen Müll nicht verbrannt.

Schon am Mittwoch waren rund 22 000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in mehreren Bundesländern nicht zur Arbeit gegangen. Mit den Warnstreiks wollen die Gewerkschaften den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen erhöhen. Sie fordern fünf Prozent mehr Geld für die Mitarbeiter von Bund und Kommunen. Die Arbeitgeber halten die Forderung für viel zu hoch. Am Montag war die zweite Verhandlungsrunde ohne Ergebnis abgebrochen worden.

Tarife / Öffentlicher Dienst
04.02.2010 · 07:23 Uhr
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