New York (www.aktiencheck.de) - Nachdem sich die US-Leitindizes am Donnerstag mit Aufschlägen in den Feierabend verabschiedet hatten, ging es am letzten Handelstag der Woche angesichts erneuter Bedenken hinsichtlich der jüngsten Entwicklungen im Euroraum mit den Kursen bergab. Auch größtenteils über den Erwartungen liegende Zahlen von Schwergewichten wie Microsoft, [WKN=A0B7FY]Google[/WKN] oder GE konnten nicht für Auftrieb sorgen. Die Indizes gingen in der Nähe ihrer Tagestiefs aus dem Handel. Der Dow Jones verlor 0,93 Prozent auf 12.822,57 Punkte. Der NASDAQ Composite büßte 1,37 Prozent auf 2.925,30 Zähler ein, während der S&P 500 mit einem Abschlag von 1,01 Prozent bei 1.362,66 Punkten schloss.
Bereits gestern nach Börsenschluss veröffentlichten drei absolute Technologie-Schwergewichte ihre jüngsten Resultate. So hat der weltgrößte Software-Konzern Microsoft für das vierte Fiskalquartal 2011/12 aufgrund von Goodwill-Abschreibungen auf die aQuantive-Beteiligung einen Verlust ausweisen müssen. Auf bereinigter Basis wurde jedoch ein Gewinn erzielt, der über den Erwartungen lag. Der Umsatz stieg wiederum nicht so stark wie erwartet. Besonders der schwache PC-Markt belastete hier, während das Server-Geschäft und Business-Segment kräftig zulegen konnten. Aktien von Microsoft rutschten nach anfänglichen Gewinnen ins Minus und schlossen 1,9 Prozent schwächer.
Daneben hat Google die Zahlen für das zweite Quartal gemeldet. Dabei konnte der Internet-Konzern Umsatz und Gewinn steigern und die Gewinnerwartungen übertreffen. Der u.a. um die Übernahme von Motorola Mobility bereinigte Umsatz lag dagegen unter den Schätzungen. Google zogen gegen den Trend um 2,9 Prozent an. Zudem hat AMD die Zahlen für das zweite Quartal publiziert. Dabei musste der weltweit zweitgrößte Hersteller von Mikroprozessoren einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen. Während der Umsatz die Erwartungen traf, enttäuschte der Gewinn. Zudem belastete der Ausblick. AMD büßten 12,8 Prozent ein.
Die Aktie von Intuitive Surgical rutschte nach skeptischen Analystenstimmen um 8,4 Prozent ab. Der Hersteller von Operationsrobotern hat im zweiten Quartal Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert und die Erwartungen der Analysten übertroffen. So lag der Umsatz mit 536,5 Mio. US-Dollar um 26 Prozent über dem Vorjahreswert von 425,7 Mio. US-Dollar. Der Nettogewinn belief sich auf 154,9 Mio. US-Dollar bzw. 3,75 US-Dollar je Aktie, nach 117,4 Mio. US-Dollar bzw. 2,91 US-Dollar je Aktie in der Vorjahresperiode. Analysten hatten zuvor ein EPS von 3,56 US-Dollar bei Umsatzerlösen von 524,3 Mio. US-Dollar erwartet.
Auch heute gab es mit Zahlen von General Electric (GE) ein weiteres Highlight. Der Mischkonzern meldete, dass sein Gewinn im zweiten Quartal gesunken ist, was mit negativen Währungseffekten und rückläufigen Umsätzen bei GE Capital zusammenhängt. Auf bereinigter Basis wurde jedoch angesichts einer starken Entwicklung der Industrial-Segmente ein Ergebnisanstieg verzeichnet. Die Erwartungen wurden dabei geschlagen. Zudem wurde die Aufspaltung des Energiegeschäfts in die drei eigenständigen Gesellschaften GE Power and Water, GE Oil and Gas und GE Energy Management angekündigt. Papiere von GE gewannen 0,3 Prozent hinzu.
Die IDEXX Laboratories Inc. , ein Hersteller von Produkten für die Bereiche Tiermedizin, Lebensmittel und Wassertest, konnte im ersten Quartal Umsatz und Gewinn steigern. Während die Gewinnerwartungen übertroffen werden konnten, blieb der Umsatz hinter den Prognosen zurück. Zudem wurde der Ausblick für das Gesamtjahr leicht nach unten angepasst. Die Aktie von IDEXX verlor 3,1 Prozent.
Darüber hinaus erklärte der Hardware-Hersteller Xerox , einer der weltgrößten Druckerhersteller, dass sein Gewinn im zweiten Quartal leicht zurückgegangen ist, was u.a. auf gesunkene Margen zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis jedoch erfüllt. Indes wurde die Jahresplanung gesenkt. Anteilsscheine von Xerox verloren vor diesem Hintergrund 6,8 Prozent.
Titel von SunTrust Banks schlossen 3,0 Prozent leichter. Die Bankgesellschaft verkündete, dass sie im zweiten Quartal einen deutlich höheren Gewinn erwirtschaftet hat, was vor allem mit niedrigeren Rückstellungen für Kreditausfälle zusammenhängt.
Der in Irland ansässige Anlagen- und Maschinenbaukonzern [WKN=A0NEQZ]Ingersoll-Rand[/WKN] konnte im zweiten Quartal 2012 dank einer guten Nachfrage nach Industriemaschinen mit einem Ergebnisplus aufwarten. Die Analystenprognosen wurden dabei geschlagen. Ingersoll-Rand verbilligten sich um 2,9 Prozent.
Schließlich legten zwei Ölfeld-Servicedienstleister ihre jüngsten Zahlenwerke vor. So gab der weltgrößte Ölfeld-Servicedienstleister Schlumberger bekannt, dass sich sein Gewinn im zweiten Quartal erhöht hat, was mit stärkeren Tiefsee-Bohraktivitäten und einer globalen Exploration zusammenhängt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis übertroffen. Auch Baker Hughes erzielte im zweiten Quartal einen höheren Gewinn und übertraf damit die Marktschätzungen. Das Unternehmen zeigte sich mit der Ergebnisentwicklung im abgelaufenen Quartal zufrieden und verwies vor allem auf die starke Entwicklung im internationalen Geschäft. Während Schlumberger um 1,0 Prozent vorrückten, schossen Baker Hughes um 9,2 Prozent in die Höhe. (20.07.2012/ac/n/m)