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Wahlergebnisse der Bundesversammlungen seit 1949

Roman HerzogGroßansicht
Hamburg (dpa) - Das beste Abstimmungsergebnis in einer Bundesversammlung erzielte Theodor Heuss (FDP) 1954 bei seiner Wiederwahl zum Bundespräsidenten. Für Gustav Heinemann (SPD) entschieden sich 1969 im dritten Wahlgang nicht einmal die Hälfte der Mitglieder.

Wie Heinemann benötigte auch Roman Herzog (CDU) 1994 drei Wahlgänge. Theodor Heuss (1949), Heinrich Lübke (CDU, 1959) und Johannes Rau (SPD, 1999) schafften es in der zweiten Runde.

Maßgeblich für das Verfahren in den ersten beiden Wahlgängen ist die sogenannte Mitgliedermehrheit, das heißt die absolute Mehrheit aller gesetzlichen Delegierten. Erst danach reicht es aus, wenn ein Kandidat mehr Stimmen als jeder andere erhält (relative Mehrheit). Die Ergebnisse in den Bundesversammlungen seit 1949:

12.09.1949 in Bonn: 804 Wahlleute (+16 nicht stimmberechtigte Berliner), absolute Mehrheit: 403 THEODOR HEUSS (FDP) im 2. Wahlgang mit 416 Stimmen (51,7 Prozent der Wahlleute) gewählt; Verlierer u.a. Kurt Schumacher (SPD) mit 312 Stimmen.

17.07.1954 in Berlin: 1018 Wahlleute, absolute Mehrheit: 510 THEODOR HEUSS (FDP) im 1. Wahlgang mit 871 Stimmen (85,6 Prozent) gewählt; Verlierer u.a. Alfred Weber (SPD) mit 12 Stimmen.

01.07.1959 in Berlin: 1038 Wahlleute, absolute Mehrheit: 520 HEINRICH LÜBKE (CDU) im 2. Wahlgang mit 526 Stimmen (50,7 Prozent) gewählt; Verlierer u.a. Carlo Schmid (SPD) mit 386 Stimmen.

01.07.1964 in Berlin: 1042 Wahlleute, absolute Mehrheit: 522 HEINRICH LÜBKE (CDU) im 1. Wahlgang mit 710 Stimmen (68,1 Prozent) gewählt; Verlierer u.a. Ewald Bucher (FDP) mit 123 Stimmen.

05.03.1969 in Berlin: 1036 Wahlleute, absolute Mehrheit: 519 GUSTAV HEINEMANN (SPD) im 3. Wahlgang mit 512 von 1023 abgegebenen Stimmen (50,05 Prozent; = 49,4 Prozent der gesetzlichen Stimmen) gewählt; Verlierer Gerhard Schröder (CDU) mit 506 Stimmen.

15.05.1974 in Bonn: 1036 Wahlleute, absolute Mehrheit: 519 WALTER SCHEEL (FDP) im 1. Wahlgang mit 530 Stimmen (51,2 Prozent) gewählt; Verlierer Richard von Weizsäcker (CDU) mit 498 Stimmen.

23.05.1979 in Bonn: 1036 Wahlleute, absolute Mehrheit: 519 KARL CARSTENS (CDU) im 1. Wahlgang mit 528 Stimmen (51,0 Prozent) gewählt; Verliererin Annemarie Renger (SPD) mit 431 Stimmen.

23.05.1984 in Bonn: 1040 Wahlleute, absolute Mehrheit: 521 RICHARD VON WEIZSÄCKER (CDU) im 1. Wahlgang mit 832 Stimmen (80,0 Prozent) gewählt; Verliererin Luise Rinser (für die Grünen) mit 68 Stimmen.

23.05.1989 in Bonn: 1038 Wahlleute, absolute Mehrheit: 520 RICHARD VON WEIZSÄCKER (CDU) im 1. Wahlgang mit 881 Stimmen (84,9 Prozent) gewählt; kein Gegenkandidat.

23.05.1994 in Berlin: 1324 Wahlleute, absolute Mehrheit: 663 ROMAN HERZOG (CDU) im 3. Wahlgang mit 696 von 1320 abgegebenen Stimmen (52,7 Prozent; = 52,6 Prozent der gesetzlichen Stimmen) gewählt; Verlierer u.a. Johannes Rau (SPD) mit 605 Stimmen.

23.05.1999 in Berlin: 1338 Wahlleute, absolute Mehrheit: 670 JOHANNES RAU (SPD) im 2. Wahlgang mit 690 Stimmen (51,6 Prozent) gewählt; Verliererin u.a. Dagmar Schipanski (parteilos) mit 572 Stimmen.

23.05.2004 in Berlin; 1205 Wahlleute, absolute Mehrheit: 603 HORST KÖHLER (CDU) im 1. Wahlgang mit 604 Stimmen (50,1 Prozent) gewählt; Verliererin Gesine Schwan (SPD) mit 589 Stimmen

23.05.2009 in Berlin; 1224 Wahlleute, absolute Mehrheit: 613 HORST KÖHLER (CDU) im ersten Wahlgang mit 613 Stimmen (50,1 Prozent) gewählt; Verliererin u.a. Gesine Schwan (SPD) mit 503 Stimmen.

30.06.2004: 1244 Wahlleute, 1244 Wahlleute, absolute Mehrheit: 623 Christian Wulff (CDU/CSU/FDP) im 3. Wahlgang mit 625 Stimmen (50,4 Prozent); Verlierer Joachim Gauck mit 494 Stimmen.

Bundespräsident
30.06.2010 · 22:44 Uhr
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