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Wahlbeobachter: Wahlbeteiligung bei unter 50 Prozent

Frau im WahllokalGroßansicht
Kabul (dpa) - Bei der Präsidentschaftswahl in Afghanistan haben nach Einschätzung internationaler Beobachter weniger als die Hälfte der nach offiziellen Angaben 17 Millionen registrierten Wähler ihre Stimme abgegeben.

«Im Süden und Osten war die Beteiligung katastrophal», sagte ein internationaler Wahlbeobachter, der ungenannt bleiben wollte, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur dpa in Kabul. In den Unruhegebieten, in denen die Taliban stark sind, hätten nur zwischen fünf und 15 Prozent der Wähler ihre Stimme abgegeben. Im Norden seien es bis zu 60 Prozent, im Westen maximal 50 Prozent gewesen. Die Taliban hatten Wähler bedroht.

Die Beteiligung lag damit drastisch unter der bei der Präsidentschaftswahl 2004. Bei der ersten Wahl seit dem Sturz des Taliban-Regimes hatten nach offiziellen Angaben knapp 80 Prozent der registrierten Wähler ihre Stimme abgegeben. Der Beobachter warnte, während des Auszählungsprozesses könne es zum Wahlbetrug kommen. Die Unabhängige Wahlkommission teilte am Freitag mit, von Dienstag an würden täglich Ergebnisse veröffentlicht werden. Der Wahlgewinner werde aber erst feststehen, wenn alle Stimmen ausgezählt und von der Wahlkommission überprüft worden seien. Anfang September werde ein vorläufiges Ergebnis verkündet werden.

Konflikte / Wahlen / Afghanistan
21.08.2009 · 14:38 Uhr
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