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Waffenhändler Bout soll in New York vor Gericht

Der mutmaßliche Waffenhändler Bout wird in New York von Justizbeamten in Empfang genommen.

New York (dpa) - Der mutmaßliche Waffenhändler Viktor Bout soll in New York vor Gericht gestellt werden. «Der sogenannte ?Händler des Todes? ist jetzt Bundesgefangener», sagte Manhattans Bundesstaatsanwalt Preet Bharara am Mittwoch in New York.

Der Russe war zuvor in White Plains nördlich von New York angekommen, nachdem er von Thailand an die USA ausgeliefert worden war. Bout droht eine lebenslange Haftstrafe. Wie das US-Justizministerium zuvor mitgeteilt hatte, umfasst die Anklage gegen den 43-Jährigen vier massive Vergehen, darunter die Unterstützung einer Terrororganisation und Verschwörung zur Ermordung von US-Staatsbürgern. Sollte der Millionär in allen Punkten schuldig gesprochen werden, müsse er mindestes 25 Jahre ins Gefängnis.

Mit seiner Überstellung war ein jahrelanges juristischen Tauziehen um seine Auslieferung von Thailand an die USA zu Ende gegangen. Russland hatte die Festnahme scharf kritisiert. Bout soll Diktatoren und Rebellen in aller Welt mit Waffen versorgt haben. Der ehemalige Offizier der Sowjetarmee soll auch Vorbild für den Film «Lord of War - Händler des Todes» mit Nicolas Cage gewesen sein.

Bout selbst bestreitet alle Vorwürfe. Sein Unternehmen habe nie mit Waffen gehandelt, sagte er nach seiner Festnahme. «Das alles ist eine einzige Erfindung der USA.» Er habe von 1993 bis 2001 lediglich ganz normale Frachtgeschäfte abgewickelt.

Kriminalität / Justiz / USA / Russland / Thailand
17.11.2010 · 20:05 Uhr
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