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Wachmännern der deutschen Botschaft im Iran drohen Disziplinarverfahren

Teheran/Berlin (dts) - Die Bundespolizei prüft nach der Liebesaffäre mehrerer Wachmänner der deutschen Botschaft in Teheran disziplinarische Schritte gegen die Beamten. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe. Aus ersten Befragungen der beiden Polizisten, die Ende Januar aus Sicherheitsgründen aus dem Iran ausgeflogen wurden, sei zu schließen, dass es wohl weitere Fälle gab: Danach hätten insgesamt drei Bundespolizisten in den vergangenen zwei Jahren enge Beziehungen zu der Iranerin Samin A. gepflegt. Die Liebschaften sorgen inzwischen international für Aufsehen. Die deutschen Behörden gehen davon aus, dass es sich bei der Frau um jene 24-Jährige handelt, der zusammen mit 15 weiteren Oppositionellen wegen der Proteste gegen die Regierung gerade der Prozess gemacht wird. Die staatlichen iranischen Nachrichtenagenturen verbreiteten Propagandameldungen, wonach die in Großbritannien geborene Frau, die neben dem iranischen auch einen britischen Pass besitzt, in der Verhandlung ausgesagt habe, deutsche Diplomaten hätten sie mit Material für Demonstrationen versorgt und zu den Protesten animiert. Die deutschen Beamten beteuerten in ersten Befragungen, es habe sich um rein private Beziehungen gehandelt. Allerdings trug einer der jetzt ausgeflogenen Beamten offenbar tatsächlich ein grünes Armbändchen, als er gemeinsam mit einem Kollegen Anfang November am Rande einer Demonstration von einer Straßenkontrolle gestoppt wurde. Die deutsche Botschaft in Teheran hat nach dem Vorfall erneut alle Mitarbeiter sensibilisiert, bei Kontakten zu Iranern äußerst vorsichtig zu sein.
Iran / DEU / Weltpolitik
06.02.2010 · 12:11 Uhr
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