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Vulkanausbruch und Sturm: Notstand in Guatemala

TropensturmGroßansicht
Guatemala-Stadt (dpa) - Der erste Tropensturm der Saison im Pazifik hat in Guatemala mindestens acht Menschen das Leben gekostet. Präsident Álvaro Colom weitete den nach einem Vulkanausbruch verhängten Notstand auf das gesamte mittelamerikanische Land aus und bat um internationale Hilfe.

Mindestens 16 Menschen wurden vermisst. Im benachbarten El Salvador starben zwei Menschen. Wirbelsturm «Agatha» schwächte sich über den Bergen im Westen Guatemalas noch in der Nacht zu einem tropischen Tief ab.

Seit Donnerstag ließ starker Regen Flüsse über die Ufer treten. Straßen waren unpassierbar, eine Brücke stürzte ein, rund 600 Häuser wurden beschädigt. Fast 5000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Nach Angaben des Instituts für Seismologie, Vulkanologie, Meteorologie und Hydrologie (Insivumeh) wird es bis Dienstag weiter regnen. Allein in einer Schlammlawine bei der Ortschaft Almolonga in der Provinz Quezaltenango rund 230 Kilometer südwestlich von Guatemala-Stadt starben vier Menschen.

Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums in Miami bewegte sich der Wirbelsturm an der Pazifikküste Guatemalas entlang und schwenkte dann landeinwärts nach Norden. Die von dem Zyklon verursachten Regenfälle trafen auch den Süden Mexikos, El Salvador und Honduras.

Zuvor hatte der Vulkan Pacaya unweit von Guatemala-Stadt die Menschen in Angst und Schrecken versetzt. Ein Fernsehreporter wurde von den herabfallenden Steinbrocken erschlagen. Ein Mann stürzte vom Dach seines Hauses in den Tod, als er es von nasser Asche reinigen wollte. Bis zu 2000 Menschen mussten aus der Nähe des 2500 Meter hohen Berges in sichere Unterkünfte gebracht werden. Kurz nach dem Pacaya brach auch der 5010 Meter hohe Vulkan Tungurahua in Ecuador aus. Über dem Berg stand eine sieben Kilometer hohe Asche- und Rauch- Säule. Die Behörden ließen zwei Ortschaften räumen.

Unwetter / Guatemala
30.05.2010 · 16:09 Uhr
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