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Vulkan schickt kaum noch Asche nach Europa

Reykjavik (dpa) - Der Gletschervulkan auf Island bringt vorerst nur geringe Mengen neuer Vulkanasche auf den Weg nach Europa.

Das Meteorologische Institut in Reykjavik teilte am Dienstag mit, dass der Vulkan unter dem Eyjafjalla-Gletscher sechs Tage nach Beginn des Ausbruchs fast nur noch Lava und Wasserdampf ausstieß und kaum noch für die Luftfahrt gefährliche Vulkanasche.

Die bestehende Wolke könne sich aber halten oder auch verschieben und so weiter für Probleme im Flugverkehr der europäischen Länder sorgen, hieß es weiter. Eine Sprecherin des Instituts sagte, auch die geringe Höhe der Rauchsäule bedeute eine Entlastung, da sie so weniger stark weggetrieben werde. «Je niedriger die Säule hier in Island, umso besser die Nachrichten für den Rest von Europa.» Die Rauchsäule reichte nur noch bis zu drei Kilometer hoch - statt elf Kilometer wie am Wochenende.

Aus Reykjavik hieß es weiter, dass seismische Messungen eine unveränderte Kraft der Eruptionen anzeigten. Die Chefin des Vulkanologischen Institutes, Rikke Pedersen, nannte die jüngste Entwicklung bei dem Ausbruch «optimal» für die Lösung der Luftfahrt- Probleme auf dem Kontinent. Sie sagte im dänischen TV-Sender DR, ein plötzlicher Umschlag mit riesigen neuen Aschemengen sei nach derzeitigem Stand nicht zu erwarten. Allerdings könnten sich auch wieder neue Krater auf dem Gletscher öffnen.

Für die Anwohner östlich des Gletschervulkans brachte auch der Dienstag wieder erhebliche Aschefälle. Der mehrfach angekündigte Wechsel der Windrichtung in westliche Richtung auf die Hauptstadt Reykjavik zu blieb weiter aus. In Island wird zum Wochenende vor allem auf Regen gegen die Asche in der Luft gehofft.

Vulkane / Luftverkehr / Island
20.04.2010 · 22:37 Uhr
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