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Vorläufige Opferzahlen nach Zugunglück in Belgien bestätigt

Halle (dts) - Einen Tag nach dem schweren Zugunglück nahe der belgischen Stadt Halle sind heute die vorläufigen Opferzahlen bestätigt worden. 18 Menschen sind bei dem Unfall ums Leben gekommen, 171 weitere Passagiere wurden verletzt. Unterdessen steht die genaue Ursache des Unglücks noch immer nicht fest. In ersten Berichten war gestern von einem missachteten und überfahrenen Stopp-Signal die Rede. Nach heutigen Erkenntnissen komme aber auch eine falsche Weichenstellung oder eine elektrische Panne als Ursache infrage. Eine durch die Staatsanwaltschaft veranlasste Untersuchung soll nun den genauen Hergang des Unglücks klären, bei dem zwei Passagierzüge gestern frontal ineinander gerast waren. Zur Stunde ist die sechsspurige Unfallstrecke noch immer gesperrt, mit den Aufräumarbeiten soll aus Rücksicht auf die laufenden Untersuchungen morgen früh begonnen werden. Die belgischen Zugführer nutzten den Unfall derweil zu spontanen Streiks. Heute Morgen legten viele Lokführer und Schaffner der Bahngesellschaft SNCB vor allem in den Städten Lüttich, Namur und Charleroi im Süden Belgiens ihre Arbeit nieder. Dabei forderten die Bahnangestellten bessere Arbeits- und Sicherheitsbedingungen, wie etwa automatische Bremsen in allen Zügen. Viele Arbeitnehmer seien zudem aufgrund chronischen Personalmangels übermüdet und überlastet. Unglücke wie aktuell in Halle oder im Jahr 2001 mit neun Toten könnten sich den SNCB-Angestellten zufolge daher immer wieder ereignen.
Belgien / Zugverkehr / Unglücke
16.02.2010 · 15:10 Uhr
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