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Von der Leyen wirbt für gesteuerte Zuwanderung

Ursula von der LeyenGroßansicht

Osnabrück (dpa) - Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen will den Zuzug gut ausgebildeter Fachkräfte auch gegen Widerstand im Koalitionsausschuss fördern.

«Schon in 15 Jahren würden in Deutschland fünf Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter fehlen», sagte die CDU-Politikerin der «Neuen Osnabrücker Zeitung». «Das sind etwa so viele Arbeitskräfte, wie das ganze Ruhrgebiet heute Einwohner hat.» Diese Lücke könne man nicht ohne Zuwanderung füllen.

Der Koalitionsausschuss hatte in der Nacht zum Freitag nach Widerstand aus Unionsfraktion und CSU das Thema Zuwanderung auf Mai vertagt. «Als zuständige Arbeitsministerin werde ich nicht tatenlos zusehen, wenn in einzelnen Berufen der Mangel an Fachkräften so groß wird, dass weitere Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen», sagte von der Leyen. Es gehe darum, Arbeitslose zu vermitteln, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Arbeitsmöglichkeiten für Ältere zu verbessern. «Trotzdem werden wir auf qualifizierte Zuwanderung nicht verzichten können, ob wir wollen oder nicht.»

Das Arbeitsministerium erstellt mit der Bundesagentur für Arbeit einen Job-Monitor, der nach von der Leyens Worten zuverlässig voraussagen soll, in welcher Branche und welcher Region absehbar Fachkräfte knapp werden. Außerdem erarbeite ihr Haus eine Liste mit Berufen, in denen der Mangel heute schon nicht mehr mit inländischen Kräften zu bewältigen sei. Das gelte zum Beispiel für Ärzte, aber auch für Elektro-, Maschinen- und Fahrzeugbauingenieure.

Arbeitsmarkt / Migration
11.12.2010 · 09:14 Uhr
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