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Von der Leyen und DRV-Präsident Rische werben für Kombirente

Berlin (dts) - Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und die Deutsche Rentenversicherung (DRV) versprechen sich von der geplanten Kombirente große Fortschritte bei der Stabilisierung des deutschen Rentensystems. "Zu viele gehen von heute auf morgen ganz raus aus dem Beruf, weil die Möglichkeiten, neben der vorgezogenen Rente hinzuzuverdienen, unattraktiv und unverständlich sind", sagte von der Leyen in einem Interview des Nachrichtenmagazins "Focus". "Wir lüften da jetzt durch und werfen bürokratischen Ballast ab."

Die neue Kombirente ermögliche flexibleres Arbeiten in den letzten Jahren des Berufslebens. Dadurch werde es zum einen "leichter und lohnender, länger im Erwerbsleben zu bleiben und sich ein zweites Standbein aufzubauen", sagte die CDU-Politikerin. "Zum anderen geben wir den Tarifpartnern Gelegenheit für Abmachungen, die Arbeitnehmern ganzer Branchen ein flexibleres Arbeiten bis 67 ermöglichen." Menschen, die in den letzten Jahren vor der Rente nicht mehr Vollzeit arbeiten könnten oder wollten, hätten damit "bessere Möglichkeiten, ohne Abstriche bei der Rente gleitend aus dem Job auszusteigen". Die Kombirente verbessert die Hinzuverdienstmöglichkeiten für Arbeitnehmer, die mit 63 Jahren vorgezogen in Rente gehen. DRV-Präsident Herbert Rische sagte "Focus", für die Finanzen der Rentenversicherung sei das kein Problem. "Wenn mit der Kombirente mehr Menschen länger im Beruf bleiben, wird die Rentenversicherung dauerhaft sogar entlastet." Sobald jemand vorzeitig in Rente gehe, "gleichen wir die zusätzlichen Belastungen für die Solidargemeinschaft durch dauerhafte Abschläge aus", so Rische. "Ein flexibler Rentenzugang und die schrittweise Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 können sich deshalb sinnvoll ergänzen." Das könne sich für jeden angehenden Rentner rechnen: Wer ein Jahr länger arbeite als nach dem gesetzlichen Renteneintrittsalter erforderlich, erwerbe nicht nur zusätzliche Ansprüche. Er bekomme auch einen dauerhaften Zuschlag von sechs Prozent auf seine Rente. Künftige Kombirentner könnten damit Zu- und Abschläge geschickt ausgleichen.
DEU / Arbeitsmarkt
22.04.2012 · 07:27 Uhr
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