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Von der Leyen: Debatten über Euro gehen an Existenz

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen sieht die Notwendigkeit von mehr europäischer Integration.Großansicht

Berlin (dpa) - Die CDU-Vizevorsitzende Ursula von der Leyen hat angesichts von Klagen über den Druck vor der Bundestagsabstimmung über den Euro-Rettungsschirm koalitionsinternes Mobbing von Abweichlern bestritten.

«Das gibt es nicht. Aber es gibt klare Debatten und dann auch bis an die Existenz gehende Debatten», sagte die Arbeitsministerin am Sonntagabend in der ZDF-Sendung «Berlin direkt». Angesichts der Bedeutung des Themas sei es «schon wichtig, dass man auch in der ganzen Breite diskutiert, schonungslos offen». Keiner der Beteiligten habe es sich leicht gemacht.

Zuvor hatte der Innenausschuss-Vorsitzende Wolfgang Bosbach (CDU), der mit Nein gestimmt hatte, mehrfach über Druck auf ihn geklagt. Mehrere Medien berichteten, dass Kanzleramtschef Ronald Pofalla ihn übel beschimpft habe. Bosbach selbst sagte im Kölner «Express» (Montag): «Ich muss ihm zugutehalten, dass er sich am nächsten Tag bei mir entschuldigt hat - wir haben uns zu einem Gespräch verabredet und damit ist die Sache für mich erledigt.»

Inhaltlich betonte von der Leyen, dass es angesichts der Euro-Schuldenkrise große Einigkeit gebe über die Notwendigkeit von mehr europäischer Integration. Zur konkreten Ausgestaltung äußerte sie sich nicht. Die CSU hatte mit Blick auf Forderungen von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) vor einer Zentralisierung in Europa gewarnt.

EU / Finanzen / Parteien / CDU
02.10.2011 · 20:12 Uhr
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