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Vögel verursachen Stillstand auf ICE-Trasse

Auf der Strecke Hannover - Berlin hat es bei Rathenow im Havelland einen Oberleitungsschaden gegeben. Foto: Martin Schutt/ SymbolGroßansicht

Berlin (dpa) - Vögel waren höchstwahrscheinlich schuld daran, dass der Bahnverkehr zwischen Hannover und Berlin rund 24 Stunden lang stark behindert war. Laut Bahnangaben verursachte Vogelflug einen Kurzschluss in der Oberleitung.

Kabeldiebe, die der Bahn seit geraumer Zeit zu schaffen machen und vielerorts für Störungen im Zugverkehr verantwortlich waren, seien hier nicht am Werk gewesen, sagte am Montag ein Bahnsprecher in Berlin.

Am Montagmittag wurde auch das zweite Gleis der ICE-Strecke bei Rathenow in Brandenburg nach aufwendigen Reparaturen für die Züge freigegeben. Ein Gleis war bereits seit Sonntagabend wieder in Betrieb.

Zwischen Nennhausen und Rathenow hatte es am Sonntagmittag einen Oberleitungsschaden gegeben. Auf einem Abschnitt von etwa einem Kilometer Länge wurden Oberleitungen, Aufhängungen und Masten beschädigt.

Ein Güterzug aus Frankfurt (Oder) blieb auf dem Weg ins Ruhrgebiet liegen. In der Gegenrichtung nach Berlin musste ein ICE aus Stuttgart mit etwa 400 Reisenden von Diesellokomotiven abgeschleppt werden. Das dauerte einige Zeit, weil die beiden Loks erst aus Berlin-Grunewald geholt werden mussten. Nach Angaben der Bahn erreichte der ICE schließlich mit etwa zwei Stunden Verspätung die Hauptstadt.

Fernverkehrszüge zwischen Hannover und Berlin waren zeitweise über Magdeburg und Wittenberge umgeleitet worden. Ein Bahnsprecher sprach von durchschnittlich einstündigen Verspätungen. Im Regionalverkehr setzte die Bahn zwischen Nennhausen und Rathenow Ersatzbusse ein. Der Nahverkehr war am Montag laut einem Bahnsprecher nicht mehr gestört.

Verkehr / Bahn
16.07.2012 · 15:21 Uhr
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