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Vodafone von ägyptischen Behörden zum Senden von Propaganda-SMS gezwungen

London/ Kairo (dts) - Das Mobilfunkunternehmen Vodafone ist nach eigenen Angaben von den ägyptischen Behörden gezwungen worden, regierungsfreundliche SMS-Mitteilungen zu verbreiten. Die Nachrichten seien den ägyptischen Kunden vor den Straßenschlachten im Zentrum von Kairo am Mittwoch zugegangen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in London mit. Die Behörden begründeten die Aktion mit dem Ausnahmezustand des Landes und verwiesen auf das Notstandsgesetz.

Vodafone habe keine Möglichkeit gehabt, den Inhalt der Kurznachrichten zu ändern. Das Unternehmen habe sich bei den Behörden über das "inakzeptable Vorgehen" beschwert und gefordert, dass die Urheber der Nachrichten für die Kunden klar erkennbar sein müssten. Ob ähnliche Botschaften auch über andere Mobilfunkanbieter verschickt worden, war zunächst nicht bekannt.
Großbritannien / Ägypten / Unternehmen / Telekommunikation / Proteste
03.02.2011 · 17:27 Uhr
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