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Vizechef des Instituts für Weltwirtschaft sieht keinen Dominoeffekt durch Griechenland

Kiel (dts) - Der Vizechef des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel, Rolf J. Langhammer, hält eine Umschuldung Griechenlands für möglich, ohne dass sie einen Dominoeffekt in Ländern wie Portugal auslöst. Griechenland sei ein "struktureller Sonderfall, der sich deutlich zum Beispiel von Portugal abhebt - dem Land, das heute regelmäßig als der `nächste Dominostein` beschrieben wird", schreibt er in der Wochenzeitung "Die Zeit". Dies lasse sich an drei Kriterien festmachen, so Langhammer.

"Erstens an der bisherigen Attraktivität für mobiles Risikokapital, denn Investitionen sind die Grundlage für Wachstum und für eine breite Besteuerungsbasis; zweitens an politisch sensiblen Budgetindikatoren und drittens an den Indikatoren für Schuldentragfähigkeit, getrennt nach öffentlichen Schulden und externen Schulden." In all diesen Punkten unterscheide sich Griechenland deutlich von allen anderen Ländern der EU. Griechenland bleibe "der einzige Kandidat für einen Schuldenschnitt", so Langhammer.
DEU / Finanzindustrie / Wirtschaftskrise
19.10.2011 · 13:37 Uhr
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