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Verstrahlte Milch und Spinat aus Fukushima gefunden

Tokio (dpa) - Spinat und Milch aus der Umgebung des defekten Atomkraftwerks Fukushima Eins in Japan sind radioaktiv verstrahlt. Das teilte Regierungssprecher Yukio Edano mit. Die Strahlenwerte für Spinat und Milch aus Fukushima überschritten die zulässigen Höchstgrenzen.

Auch in der südlicheren Präfektur Ibaraki sei belasteter Spinat entdeckt worden. Eine akute Gesundheitsgefährdung sei aber derzeit nicht zu erwarten, sagte Edano. Wer ein Jahr lang von der belasteten Milch trinken und den ebenfalls verstrahlten Spinat essen würde, nehme eine Strahlendosis von der Stärke einer Röntgenuntersuchung auf.

Nun gehe es darum, weitere Daten zu sammeln. Es müsse geklärt werden, wie häufig eine solche Verstrahlung auftrete. Es soll auch untersucht werden, wohin die betroffene Milch und der Spinat gebracht worden seien. Falls nötig, werde der weitere Transport eingeschränkt. Edano rief die Bevölkerung zu Besonnenheit auf.

Der Gouverneur der Präfektur Fukushima, Yuhei Sato, forderte die Bauern in der Region auf, Milchlieferungen vorübergehend einzustellen und Milch, die im Umkreis von 30 Kilometern um das Atomkraftwerk Fukushima produziert wurde, auch nicht selbst zu konsumieren.

In Ibaraki wies die Lokalregierung die Bauern ebenfalls an, Lieferungen von Spinat einzustellen, bis weitere Messergebnisse vorliegen. Der Spinat wird in großflächigen Glashäusern angebaut.

Die Betreiberfirma des Atomkraftwerks Fukushima, Tepco, bat am Samstag die Bevölkerung um Entschuldigung für die erhöhten Strahlungswerte bei Lebensmitteln.

Erdbeben / Atom / Japan
19.03.2011 · 12:32 Uhr
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