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Verstolperter Amtseid: Wulff nimmt zweimal Anlauf

Berlin (dpa) - Verstolperter Amtseid: Der neue Bundespräsident Christian Wulff hat sich bei seiner Vereidigung am Freitag in Berlin versprochen und musste ein zweites Mal ansetzen. Ausgerechnet das kleine, aber entscheidende Wörtchen «ich» war ihm entfallen.

Unter den Staatsoberhäuptern der Welt ist Wulff in guter Gesellschaft: US- Präsident Barack Obama hatte sich Anfang 2009 bei seiner Vereidigung ebenfalls verhaspelt.

Wulff las den in Artikel 56 des Grundgesetzes formulierten Eid aus einer Urschrift der Verfassung ab, die Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) in Händen hielt. Schon nach den ersten Wörtern stockte Wulff im Reichstag plötzlich. Er sagte kurzerhand «Entschuldigung» - und setzte einfach noch einmal an.

Wohl in der Aufregung hatte Wulff das vierte Wort des Eides überlesen: «Ich schwöre, dass (...) meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes ... Entschuldigung ... Ich schwöre, dass ICH meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde, so wahr mir Gott helfe.»

Obama hatte bei seiner Vereidigung im Januar 2009 ebenfalls mit einem Missgeschick zu kämpfen. Der nervöse Oberste Richter John Roberts hatte beim Vorsprechen den Text durcheinandergebracht. Obama sprach ihn falsch nach. Sicherheitshalber wiederholte der Präsident die Eidesformel später noch einmal.

Bundespräsident
03.07.2010 · 08:37 Uhr
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