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Vermögen der Familie Mubarak soll eingefroren werden

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Kairo (dpa) - Anderthalb Wochen nach dem Sturz des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak soll auch das Vermögen der Familie des Ex-Staatschefs eingefroren werden.

Wie die staatlichen ägyptischen Medien am Montag berichteten, wurde das Außenministerium in Kairo von der Generalstaatsanwaltschaft aufgefordert, entsprechende Anfragen an die internationale Staatengemeinschaft zu stellen. Unterdessen wurden gegen zwei Minister des Mubarak-Regimes Anklagen wegen Korruptionsvergehen erhoben.

Schon kurz nach dem Sturz Mubaraks am 11. Februar hatte Kairo bei der Europäischen Union, den USA und anderen Staaten darum gebeten, die Vermögenswerte hoher Vertreter des Regimes einzufrieren. Der Ex-Präsident selbst und seine Familie waren davon aber ausgenommen. Nun sollen neben Mubaraks Vermögen auch die seiner Frau Suzanne und seiner beiden Söhne Gamal und Alaa eingefroren werden.

Schätzungen zufolge hat die Familie während der 30-jährigen Herrschaft Mubaraks ein Vermögen von über 40 Milliarden Dollar angehäuft, darunter auch Immobilien in London, New York und Los Angeles. Mubarak hatte sich nach seinem erzwungenen Abgang in den Badeort Scharm el Scheich am Roten Meer zurückgezogen.

Am Montag wurden vor einem Kairoer Sonderstrafgericht Anklagen gegen den ehemaligen ägyptische Innenminister Habib al-Adli und den früheren Tourismusminister Suhair Garana erhoben. Al-Adli müsse sich wegen Bereicherung und Geldwäsche verantworten, teilte der stellvertretende Generalstaatsanwalt mit. Gegen Garana sei Anklage wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder erhoben worden. Beide waren in der vergangenen Woche zusammen mit Ex-Wohnungsbauminister Ahmed al-Maghrabi und dem Politiker und Stahlmagnaten Ahmed Ess festgenommen worden und sitzen seither in Untersuchungshaft.

Unruhen / Regierung / Ägypten
22.02.2011 · 10:18 Uhr
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