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Verkehrsministerkonferenz berät über Gigaliner

Köln (dts) - Bei der diesjährigen Verkehrsministerkonferenz haben die 16 Landesminister über den möglichen Einsatz von Gigalinern beraten. So könnten zwei Lastwagen mit Überlänge die Ladung von drei herkömmlichen Lastern fahren und würden weniger Sprit verbrauchen. Dies würde jedoch im Widerspruch zum Ziel stehen, den Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern.

Zudem sehen Kritiker die Sicherheit auf den Straßen gefährdet. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland glaubt auch nicht an eine ökologische Wirkung und fordert, auf Gigaliner zu verzichten. "Es wird mehr Lkw-Verkehr auf die Straße kommen, die Infrastruktur wird belastet, es wird mehr CO2, mehr Schadstoffe ausgestoßen, als wenn es diese Gigaliner nicht gäbe", so Verkehrsexperte Werner Reh. Das Bundesverkehrsministerium würde 400 der Riesenlaster gerne einem Feldversuch auf deutschen Straßen unterziehen. Eine Mehrheit der Bundesländer wehrt sich gegen die Gigaliner und hat verfassungsrechtliche Zweifel angemeldet. Bisher gilt als Limit für Lkw in Deutschland eine Länge von fast 19 Metern und ein Gesamtgewicht von 40 Tonnen. Gigaliner können etwas über 25 Meter lang sein.
DEU / Straßenverkehr / Parteien
05.10.2011 · 19:57 Uhr
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