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Verheugen: Berlin soll sich bei Opel zurückhalten

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Hamburg (dpa) - EU-Industriekommissar Günter Verheugen hat die Bundesregierung zu größerer Zurückhaltung bei den Verhandlungen über die Zukunft von Opel aufgefordert.

«Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass die Verantwortung für die Zukunft der europäischen GM- Unternehmen immer noch beim Eigentümer in Detroit liegt. Die Verantwortung des Eigentümers kann nicht ersetzt werden durch das Handeln einer Regierung», sagte Verheugen dem «Hamburger Abendblatt». Er warne sehr davor, «die Entscheidung über die Zukunft von GM Europe zu einer Frage der politischen Beziehungen zwischen europäischen Ländern und den USA zu machen.» Der Vizepräsident der Europäischen Kommission fügte hinzu, es sei riskant, wenn so komplexe Unternehmensentscheidungen in die Zwänge eines Wahlkampfs geraten.

Verheugen zeigte sich außerdem verwundert über die frühe Festlegung der Bundesregierung auf den österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna: «Ich kann nicht beurteilen, weshalb die Deutschen sehr schnell eine bestimmte Lösung bevorzugt haben. Wir in Brüssel haben niemals eine Präferenz gehabt.» Der Industriekommissar forderte GM auf, seine Haltung so schnell wie möglich präzisieren. «Auf dieser Grundlage müsse eine Lösung gefunden werden, die nicht nur Opel, sondern die europäischen Teile von GM wettbewerbsfähig erhält», verlangte Verheugen.

Auto / Opel
26.08.2009 · 07:00 Uhr
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