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Verfassungsschutz hat keine Hinweise auf Pannen

Berlin (dpa) - Der Thüringer Verfassungsschutz hat keine Hinweise darauf, dass die drei mutmaßlichen Drahtzieher der Döner-Mordserie als Informanten des Geheimdienstes in der rechten Szene geführt wurden.

Präsident Thomas Sippel räumte in einem «Focus»-Interview allerdings ein, dass bei einer Überprüfung im Jahr 2000 «letzte Zweifel nicht beseitigt» worden seien. Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, das sein Amtsvorgänger Helmut Roewer Quellen auf eigene Rechnung geführt habe, antwortete Sippel laut «Focus»: «Das wäre sehr ungewöhnlich. Aber es wäre denkbar.»

Die zwei Männer und eine Frau werden verdächtigt, für die Morde an acht Türken und einem Griechen sowie einer Heilbronner Polizistin verantwortlich zu sein. Die beiden Männer sollen sich nach Erkenntnis der Ermittler vor einer Woche selbst erschossen haben, die Frau sitzt in Untersuchungshaft. Das Trio hatte in den 1990er-Jahren Verbindungen zum rechtsextremen «Thüringer Heimatschutz», verschwand 1998 aber aus dem Blick der Verfassungsschützer. In Sicherheitskreisen wird daher gemutmaßt, sie könnten vom Verfassungsschutz eine neue Identität erhalten und dann als Verbindungsleute in der rechten Szene geführt worden sein.

Kriminalität / Polizistenmord / Extremismus
12.11.2011 · 13:20 Uhr
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