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Verfassungsschützer beteuert: Nicht in NSU-Mordserie verwickelt

Hamburg/Wiesbaden (dpa) - Ein früherer hessischer Verfassungsschützer hat sich gegen Vorwürfe gewehrt, in die Mordserie der Neonazi-Terrorzelle NSU und ein Attentat in Kassel verwickelt zu sein.

«Ich war tatsächlich, wie ich es immer wieder nur betonen kann: Zur falschen Zeit am falschen Ort», sagte der Mann, der am Tag eines NSU-Mordes an einem Internet-Café-Besitzer am Tatort war. «Es gibt keine Verbindung von mir zu diesen Taten und auch keine Verbindung, die irgendetwas mit meiner Arbeit zu tun gehabt hätte», sagte der Mann in einem Fernsehinterview mit dem NDR-Magazin «Panorama» (Donnerstag/21.45 Uhr).

In Kassel war am 6. April 2006 der türkischstämmige Internetcafé- Betreiber Halit Yozgat erschossen worden - mutmaßlich von den Rechtsterroristen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Der damalige Verfassungsschützer hatte kurz vor oder sogar während der Tat in dem Internetcafé privat gesurft.

Seine Anwesenheit am Tatort gilt als ein ungelöstes Rätsel in der Serie von neun Morden an Zuwanderern, die dem NSU zugeschrieben werden. Ermittler überprüften den Mann 2006 intensiv, zeitweise wurde er festgenommen. Es fanden sich aber keine Hinweise, dass er in die Tat verwickelt war.

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Extremismus / Kriminalität / Verfassungsschutz
05.07.2012 · 22:01 Uhr
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