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Verdi: 215 000 Beschäftigte bei Warnstreiks

Warnstreik am Flughafen in Frankfurt am Main: Die Gewerkschaft Verdi verlangt für die rund zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst 6,5 Prozent mehr Geld, mindestens 200 Euro. Foto: Fredrik von ErichsenGroßansicht

Berlin (dpa) - An der zweiten Warnstreikwelle im öffentlichen Dienst haben sich nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi seit vergangener Woche rund 215 000 Beschäftigte in den Kommunen, beim Bund und an den Flughäfen beteiligt.

Dies sei «quer durch die Republik und quer durch alle Bereiche des öffentlichen Dienstes ein unmissverständliches Signal» an die Adresse der Arbeitgeber, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske am Dienstag.

An diesem Mittwoch beginnt in Potsdam die entscheidende dritte Verhandlungsrunde in dem Tarifstreit für die rund zwei Millionen Beschäftigten. Bereits bei einer ersten Warnstreikwelle Anfang März hatten nach Gewerkschaftsangaben 130 000 Beschäftigte an Protestaktionen teilgenommen. Die Gewerkschaften drohen mit bundesweiten Flächenstreiks, sollte es in Potsdam nicht zu einer Einigung kommen.

Der Verhandlungsführer der Tarifunion des Beamtenbundes (dbb), Frank Stöhr, sagte, er halte eine Einigung am Verhandlungstisch nach wie vor für realistisch. «Wir wollen die Einigung, aber nicht um jeden Preis», sagte Stöhr. «Mogelpackungen» würden nicht akzeptiert.

Die Gewerkschaften verlangen 6,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro monatlich mehr - bei einer einjährigen Laufzeit des Tarifvertrages. Die Arbeitgeber haben eine Anhebung innerhalb von zwei Jahren um 3,3 Prozent angeboten. Nach Gewerkschaftsrechnung würde dies aber im Schnitt nur auf ein Monatsplus von 1,77 Prozent hinauslaufen.

Tarife / Öffentlicher Dienst
27.03.2012 · 22:42 Uhr
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