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Verdächtiges Paket in Bern war harmlos

Bern (dpa) - Entwarnung bei der EU-Botschaft in Bern: Ein verdächtiges Paket hat sich nach Angaben der Polizei als harmlos erwiesen. Die Botschaft war am Donnerstag wenige Stunden nach dem Paketbombenanschlag in der Schweizer Botschaft in Rom teilweise evakuiert worden.

Die Polizei hatte das Gebiet nahe dem Schweizer Regierungssitz weiträumig abgesperrt. Nach Angaben der Polizei war das Paket ohne Absender an EU-Botschafter Michael Reiterer adressiert. In Rom war zuvor ein Mitarbeiter der Schweizer Botschaft durch eine Paketbombe schwer verletzt worden. Auch in der chilenischen Botschaft war eine Paketbombe explodiert. Nach einem Bericht des Schweizer Fernsehens musste entgegen ersten Berichten dem verletzten Schweizer Botschaftsangehörigen keine Hand amputiert werden.

Hinter den Anschlägen werden anarchistische Kreise vermutet. Bekennerschreiben sind nach Angaben des Außenministeriums in Bern nicht eingegangen. Die Schweizer Außenministerin Micheline Calmy-Rey hat den Anschlag auf die Schweizer Botschaft aufs Schärfste verurteilt. Die Explosion einer Bombe sei eine «heimtückische und unverzeihliche Tat».

Kriminalität / Terrorismus / Schweiz
23.12.2010 · 18:26 Uhr
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