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Verband: Winterreifen werden knapp und teurer

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Bonn/Berlin (dpa) - Winterreifen werden knapp und teuer. «Es ist eine Nachfrage entstanden, die kaum noch zu bewältigen ist», sagte der geschäftsführende Vorsitzende des Bundesverbands Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV), Peter Hülzer, am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa.

Obwohl im Herbst 20 Prozent mehr Reifen an die Händler geliefert worden seien als im Vorjahr, gebe es Engpässe. Grund sei das neue Gesetz zur Winterreifenpflicht. Hülzer erwartet, dass sich die Lage in einigen Wochen etwas entspannt. Das Angebot werde aber weiter knapp bleiben, denn die Industrie produziere bereits Sommerreifen.

Einige Reifengrößen seien noch vorrätig, hauptsächlich im normalen Mittelklassebereich. Extrem selten seien hingegen Breitreifen und pannensicheren Reifen, sogenannte Run-Flat-Reifen, zu haben.

Die Verknappung lasse die Preise enorm steigen, sagte der Verbandschef. So würden Reifen für einen Audi A2, die normalerweise 45 Euro kosteten, jetzt in einigen Orten schon für 150 Euro gehandelt. «Der Markt ist momentan verrückt», sagte Hülzer. Im Schnitt liege die Teuerung schätzungsweise bei fünf bis zehn Prozent. Sie sei aber nicht nur auf die steigende Nachfrage, sondern auch auf höhere Kautschukpreise zurückzuführen.

Von der derzeitigen Entwicklung auf dem Reifenmarkt sei der Verband, in dem 85 Prozent der Händler organisiert sind, überrascht, sagte Hülzer. Es sei allerdings eine Fehleinschätzung gewesen, einen solchen Boom nicht zu erwarten, räumte er ein. Wer beim Händler einen Montagetermin wolle, müsse mit etwa zweieinhalb Wochen Wartezeit rechnen.

Wetter / Verkehr / Handel
02.12.2010 · 22:31 Uhr
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