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Ver.di-Chef Bsirske für höhere Steuern

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Berlin (dpa) - Vor der zweiten Woche der Koalitionsverhandlungen hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ein Maßnahmenbündel zur Steigerung der Staatseinnahmen gefordert. Nur durch die Erhöhung mehrerer Steuerarten seien die rekordverdächtig steigenden Staatsschulden in den Griff zu bekommen.

«Deutschland hat die Steuern auf Vermögen, Unternehmensgewinne und Spitzeneinkommen in den letzten zehn Jahren gesenkt. Wäre das nicht der Fall gewesen, hätten wir heute 105 Milliarden Euro Einnahmen mehr im Jahr», sagte ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske der «Bild»-Zeitung.

Eine Mehrbelastung von Besserverdienern sei durchaus vertretbar, erklärte Bsirske. «Die Starken können mehr tragen. Das Letzte, was wir brauchen, sind Abstriche bei der Steuer für große Erbschaften», sagte er. Bis 2015 würden 1,4 Billionen Euro vererbt. «Wenn wir alle Großvermögen zum Durchschnitts-Satz in der EU versteuern, kann der Staat 33 Milliarden Euro Mehreinnahmen im Jahr erzielen.» Trotz anderslautender Wahlversprechen seien gezielte Steuererhöhung ein Gebot sozialer Gerechtigkeit.

Parteien / Regierung
12.10.2009 · 07:59 Uhr
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