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Vegan-Werbung - Peta verherrlicht sexuelle Gewalt

Peta kennt kein Pardon. Sie vergleichen den Holocaust mit Massenmord an Tieren, legen nackten Models einen gehäuteten Fuchs über die Brust oder lassen Joaquin Phoenix im Video präsentieren, wie einer Schlange bei lebendigem Leib die Haut abgezogen wird. In die Reihe der nackten Frauen, die gegen Pelz und Fleischkonsum werben, reihen sich Daniela Katzenberger und Joanna Krupa ein.

Die Tierrechtsorganisation Peta will Aufmerksamkeit für ihre Kampagen, und die bekommt sie. Allerdings richtet diese sich zu einem großen Teil nicht auf die Themen Tiermisshandlung oder vegane Ernährung, sondern gegen Petas reißerische Werbeideen. Bei Holocaust und Sexismus hört auch für viele Tierfreunde und Veganer das Recht auf Provokation auf.

Veganer goes Sexmaschine

Was Peta sich jetzt leistet, sprengt allerdings alles bisher dagewesene. Eine junge Frau mit Halskrause läuft mit offensichtlich schmerzverzerrtem Gesicht die Straße entlang und berichtet, ihr Freund sei vegan geworden und habe «den Boden aus ihr herausgeklopft». Komödiantisch verpackt wird dieses Symptom in dem Buchstabensalat «Bwvaktboom»: «My boyfriend went vegan and knocked the bottom out of me.» Für alle, die es noch nicht verstanden haben: «Er bringt es wie ein tantrischer Pornostar» (sagt sie auch im Video).

Veganer werden zu Sexmaschinen? Dieses bislang unbekannte, angebliche «Klischee» möchte Peta offenbar mit dem Spot aufs Korn nehmen, schafft es aber, auf krude Weise gewaltsamen Sex zu verherrlichen. Als der Leipziger Blogger Roland Gerber, selbst Peta-Mitglied, der Organisation per Mail seinen Unmut kundtut, erhält er eine Antwort, die das Video noch toppt. «Es gibt eine Vielzahl von Männern, die vegan werden, und Peta wollte den Valentinstag nutzen, um junge Frauen aufzufordern, auf sich zu achten!», erklärt die Organisation ihre Initiative.

Peta tut sich und Veganern keinen Gefallen

Dankenswerterweise hat Peta auch einen Vorschlag parat für die lädierten Frauen: «Die beste Lösung wäre, sich selbst auch vegan zu ernähren, um für sich selbst und den Partner eine bessere Gesundheit und Ausdauer zu erreichen.»

Zu gut Deutsch: Wer sexuell misshandelt wird, macht am besten Volldampf mit?! Der blanke Hohn für alle Frauen (oder auch Männer), die unter sexueller Gewalt zu leiden haben. Peta hat wieder einmal Aufmerksamkeit, aber diesmal muss es wirklich nach hinten losgehen. Ein Trauerspiel für alle, die sich vegan ernähren, besonders für die, die Beiträge an Peta zahlen, weil sie sich darüber hinaus engagieren wollen. Denn das Vorurteil vieler Nicht-Veganer, dass rein pflanzliche Ernährung radikal und bedenklich ist, wird dank dieses Videos richtig aufblühen.

[news.de] · 01.03.2012 · 09:34 Uhr
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