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USA: Untersuchungen gegen Großbanken wegen Rating-Tricks

New York (dts) - In New York hat die Staatsanwaltschaft US-Medienberichten zufolge Ermittlungen gegen mehrere Geldinstitute wegen Rating-Tricks eingeleitet. Wie die "New York Times" meldet, seien neben der Deutschen Bank auch Goldman Sachs, Morgan Stanley, UBS, Citigroup, Credit Suisse, Crédit Agricole und das nun der Bank of America gehörende Geldinstitut Merrill Lynch betroffen. Den Instituten wird vorgeworfen, den Rating-Agenturen Standard & Poors, Fitch und Moodys falsche Informationen zu ihren Hypotheken-Absicherungen gegeben zu haben, um eine positivere Bewertung zu erwirken. Dadurch seien die Investoren zum Kauf der Papiere veranlasst worden. Die Deutsche Bank lehnte eine Kommentierung der Vorwürfe ab. Zudem wird die weltgrößte Investmentbank Goldman Sachs wegen Betrugsverdacht von der US-Börsenaufsicht (SEC) angeklagt. Sie soll Käufer über verbriefte Hypothekenkredite (CDO) falsch informiert haben, um den Verkauf der Hedgefonds zu steigern. Dabei habe das Institut aber durch Paulson & Co. auf einen Kursverfall der Papiere gewettet. Goldman Sachs wies die Vorwürfe zurück. In Börsenkreisen wird spekuliert, dass es sich bei den Ermittlungen gegen die Investmentbank nur um den Auftakt einer breit angelegten juristischen Aufarbeitung der Finanzkrise handeln könnte.
USA / Finanzindustrie / Justiz / Kriminalität
13.05.2010 · 15:45 Uhr
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