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USA: Spionageaffäre trübt diplomatische Beziehungen

Washington D.C. (dts) - Die Spionageaffäre zwischen den USA und Russland trübt die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern ein. Wie ein Sprecher des russischen Außenministeriums sagte, sei "der erhobene Vorwurf unbegründet und verfolgt keine guten Ziele". Darüber hinaus erinnerte der Sprecher an die Zeit des kalten Krieges, dieser jetzige Spionageskandal erinnere ihn an an die Zeit vor dem Zusammenbruch der UdSSR. US-Präsident Barack Obama wollte sich am Dienstag nicht zu dem Vorfall äußern. Unterdessen konnte der elfte und letzte Verdächtige ebenfalls festgenommen worden. Der unter dem Namen Christopher Metsos in den USA lebende angebliche Spion wurde heute auf einem zypriotischen Flughafen festgenommen, kurz bevor er eine Maschine Richtung Budapest betreten wollte. Wie das US-Justizministerium bereits am Montag mitteilte, konnte sie einen elfköpfigen Spionagering ausheben. Die jeweiligen Mitglieder seien seit bis zu zehn Jahren in den USA aktiv gewesen und sollten sich nach Erkenntnissen der US-Bundespolizei (FBI) Informationen aus hohen politischen Kreisen beschaffen. Aus den in der Anklageschrift veröffentlichten Gesprächen zwischen den Spionen ist beispielsweise ersichtlich, dass eine Spionin Informationen bezüglich der Entwicklung des Gold-Preises an das russische Konsulat weiterleitete und sich das Konsulat im Anschluss dafür bedankte, da diese Informationen "sehr nützlich" gewesen sein sollen. Den Verdächtigten droht wegen Agententätigkeit fünf Jahre Haft, während gegen neun Verdächtige außerdem wegen Geldwäsche ermittelt wird, weswegen sie bis zu 20 Jahre in Haft kommen könnten.
USA / Russland / Weltpolitik / Kriminalität
29.06.2010 · 17:24 Uhr
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