News
 

USA räumen Fehler bei Afghanistan-Angriff ein

Ein trauernder Afghane am Grab eines Opfers des US-Luftangriffs vom Mai.Großansicht
Washington (dpa) - Die US-Militärs haben Fehler bei einem verheerenden Luftangriff Anfang Mai in Afghanistan eingeräumt, bei denen nach Angaben aus Kabul über 100 Zivilisten ums Leben gekommen waren.

Der Einsatz sei nicht wie vorgeschrieben ausgeführt worden. Es habe «einige Probleme» in Taktik, Technik und Durchführung des Angriffs am 4. Mai in der südwestafghanischen Provinz Farah gegeben, sagte Pentagon-Sprecher Geoff Morrell am Montag (Ortszeit) in Washington.

Wie die «Washington Post» am Dienstag berichtete, kamen US-Bomber einer afghanischen Einheit bei einem Einsatz gegen Taliban-Kämpfer zu Hilfe. Der Einsatz in einem dicht besiedelten Gebiet sei jedoch schlecht vorbereitet gewesen. So habe einer der B1-Bomber einen 1000-Kilogramm-Sprengsatz auf ein Gebäude abgeworfen, ohne zuvor notwendige Informationen über das Ziel von Bodeneinheiten erhalten zu haben.

Die hohe Zahl ziviler Opfer bei Luftangriffen führt immer wieder zu Spannungen zwischen Washington und Kabul. Präsident Barack Obama hatte nach dem Zwischenfall versprochen, die Militärs würden, alle Anstrengungen unternehmen, um das Sterben Unschuldiger zu verhindern.

Konflikte / USA / Afghanistan
09.06.2009 · 12:38 Uhr
[4 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

News-Suche

 

News-Archiv

 
Diese Woche
22.08.2017(Heute)
21.08.2017(Gestern)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen