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USA prüfen weitere Schritte gegen Nordkorea

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Singapur (dpa) - Die USA prüfen nach der Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffs weitere Maßnahmen gegen Nordkorea. Das sagte US-Verteidigungsminister Robert Gates auf der IISS-Asien- Sicherheitskonferenz (Shangri-La-Dialog) in Singapur.

Viele Optionen gebe es aber nicht, räumte er am Sonntag in einem Gespräch mit der BBC ein. Man könne den Druck erhöhen und eine neue UN-Resolution erwirken. «Aber solange das Regime sich nicht darum schert, was der Rest der Welt denkt und wie es dem eigenen Volk geht, kann man wenig tun», sagte Gates. «Außer, man will irgendwann militärisch einschreiten, aber das will niemand», betonte er.

Gates verurteilte die Torpedo-Attacke am 26. März gegen die Korvette «Cheonan» als militärische Provokation. Er war wie die Experten, die den Zwischenfall untersucht haben, überzeugt, dass Nordkorea dahinter steckte. 46 Seeleute kamen dabei ums Leben. Nordkorea weist jede Schuld an der Versenkung zurück und hat mit Vergeltung für etwaige Strafmaßnahmen gedroht.

Südkorea hatte am Freitag den Weltsicherheitsrat eingeschaltet. Seine Regierung halte aber an der Strategie von Zuckerbrot und Peitsche fest, sagte Verteidigungsminister Kim Tae Young in Singapur. «Unsere Regierung verfolgt eine zweigleisige Strategie mit Sanktionen und Dialog, im Rahmen internationaler Zusammenarbeit, (...) um Frieden auf der koreanischen Halbinsel zu schaffen», sagte er.

Gates stellte sich hinter Südkorea. Die Weltgemeinschaft müsse reagieren, sagte er vor mehr als 300 Delegierten aus 28 Ländern. «Nichtstun würde bedeuten, wir entziehen uns unserer gemeinsamen Verantwortung, den Frieden in Asien zu schützen und die Stabilität zu stärken.»

Shangri-La-Dialog

Redetext Gates

Konflikte / Südkorea / Nordkorea / USA
06.06.2010 · 10:13 Uhr
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