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USA loben Verbündete: 7000 zusätzliche Soldaten

Bundeswehr in AfghanistanGroßansicht
Brüssel (dpa) - Die Verbündeten der USA schicken mehr als 7000 zusätzliche Soldaten nach Afghanistan. «Sie haben 7000 angeboten, und es werden noch mehr kommen», sagte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen am Freitag in Brüssel nach Beratungen der NATO-Außenminister.

Die Partner Washingtons reagierten damit auf die von US-Präsident Barack Obama angekündigte Entsendung von 30 000 zusätzlichen US-Soldaten in die NATO geführte und von 45 Staaten unterstützte Afghanistan-Schutztruppe ISAF.

Die ISAF wird somit im kommenden Jahr um mindestens 37 000 Soldaten verstärkt, fast so viel wie von US-Generals Stanley McChrystal, dem Oberkommandeur, gefordert. US-Außenministerin Hillary Clinton lobte die angekündigte Verstärkung der ISAF: «Dies ist ein bedeutender Beitrag unserer Partner. Ich bin sehr glücklich über die positive Antwort, die wir bekommen haben.» Clinton sagte nach dem Treffen des NATO-Rates: «Alle Länder der NATO und der ISAF unterstützen die Strategie des US-Präsidenten.»

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) betonte, Deutschland brauche noch Zeit für die Prüfung der Strategie Obamas: «Niemand erwartet doch, dass wir drei Tage nach der Rede von US-Präsident Barack Obama schon zu allem Ja und Amen sagen, ohne dass wir im Bündnis und mit unseren Partnern auch strategisch diskutieren.» Die Bundesregierung wolle erst nach der internationalen Afghanistan- Konferenz Ende Januar über das weitere Vorgehen in Afghanistan entscheiden: «Wir müssen Ziele diskutieren, wir müssen Strategie besprechen und erst dann geht es um die Instrumente zur Erreichung der Ziele.»

Deutschland werde sich «die notwendige Zeit nehmen für unsere Schlussfolgerungen, die wir selbstverständlich eng im Bündnis besprechen und abstimmen werden». In den kommenden Jahren müsse eine «Abzugsperspektive» erarbeitet werden. Berlin sei bereit, mehr zur Ausbildung der afghanischen Polizei zu tun. Nach Angaben von NATO- Diplomaten haben die USA um zusätzliche 2000 deutsche Soldaten gebeten. Am Donnerstag hatte der Bundestag die Mandatsobergrenze von unverändert 4500 deutschen Soldaten für ein Jahr verlängert.    

Auch der Sicherheitsberater Obamas, James Jones, begrüßte die Zusage der NATO-Verbündeten. Dies sei eine gute Nachricht für die US-Truppen und die afghanische Bevölkerung, sagte Jones in Washington. Er betonte, dass das anvisierte Datum für den Beginn eines Abzugs der US-Truppen aus Afghanistan, Juli 2011, kein unverrückbarer Termin sei. «Bevor wir mit dem Rückzug beginnen, müssen wir sicher sein, dass es in Afghanistan ein gewisses Maß an Stabilität gibt.» Eine entsprechende Beurteilung sei für Ende kommenden Jahres geplant.

Die 7000 zusätzliche Soldaten wurden laut Rasmussen von 25 jener 44 Staaten gestellt, die an der ISAF beteiligt sind. 12 davon gehören der NATO an. Rasmussen sagte, die NATO habe «in Ergänzung der klaren Zusagen, die bereits auf dem Tisch liegen», von anderen Verbündeten «mehr als Hinweise, dass diese vermutlich in den kommenden Wochen und Monaten weitere Beiträge ankündigen werden». «Die Staaten lassen ihren Worten Taten folgen», sagte der Generalsekretär. «Trotz aller Herausforderungen, Unsicherheiten und Verluste bleiben sie absolut geeint.»    

Die NATO müsse alles tun, um die Ausbildung von Soldaten und Polizisten voranzutreiben, sagte Rasmussen. Nur dann sei es möglich, die Verantwortung für die Sicherheit in Teilen des Landes bereits im kommenden Jahr an die afghanischen Sicherheitskräfte zu übertragen. «Übergabe bedeutet nicht Abzug», sagte Rasmussen. «Wir werden die Afghanen nicht alleine lassen, damit sie wieder in die Hände von Terroristen und Extremisten fallen. Das wird nicht passieren.»

Clinton sagte, die USA wollten ab Juli 2011 schrittweise Verantwortung an die Afghanen übertragen. «Unsere zivile Hilfe wird fortgesetzt, wenn unsere Kampftruppen das Land schon lange verlassen haben», versprach sie. «Wir werden die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen. Die USA und ihre Verbündeten sind Afghanistan, Pakistan und den anderen Ländern der Region dauerhaft verbunden.»

Nach Angaben eines ISAF-Sprechers gibt es von 103 im kommenden Jahr benötigten Ausbildungsteams für die Armee bisher nur 62. Für die Polizeiausbildung sind bisher lediglich 16 von 180 Ausbildungsteams an Ort und Stelle.

NATO / Außenminister / Konflikte / Afghanistan
04.12.2009 · 18:33 Uhr
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