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USA erwägen Abzug von 20 000 Soldaten aus Afghanistan

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Washington (dpa) - Die USA erwägen nach einem Bericht der «New York Times» den Abzug von mindestens 20 000 Soldaten aus Afghanistan. Die Truppen könnten im nächsten Jahr nach Hause kommen.

Die Pläne würden seit Wochen im Weißen Haus diskutiert, schreibt das Blatt unter Berufung auf Regierungsbeamte am Dienstag. Dies deutet darauf hin, dass sie in keinem direkten Zusammenhang zu den jüngsten Koranverbrennungen und dem Massaker durch einen US-Soldaten in Afghanistan stehen.

Es gebe aber heftigen Widerstand von Kommandeuren, hieß es weiter. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen. Das Thema werde auch den Nato-Gipfel im Mai in Chicago beschäftigen.

Die USA haben derzeit rund 90 000 Soldaten am Hindukusch. Für kommenden September sei bereits vorgesehen, 22 000 Soldaten abzuziehen. Der Nato-Einsatz soll Ende 2014 auslaufen.

Nach Angaben der Zeitung werden in Washington drei Optionen erwogen. Der nationale Sicherheitsberater Thomas Donilon will bereits Ende Dezember 10 000 Soldaten nach Hause bringen sowie weitere 10 000 bis 20 000 im Juni 2013. Vizepräsident Joe Biden plädiert für einen massiveren Rückzug. Die US-Truppen sollten sich nur noch auf spezielle Anti-Terrorismus-Operationen konzentrieren und ansonsten die afghanischen Sicherheitskräfte unterstützen.

Konflikte / Afghanistan / USA
13.03.2012 · 14:36 Uhr
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