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USA entschädigen Indianer

Ein Stammeshäuptling auf der Konferenz der mehr als 560 Indianerstämmen in Washington: Dort versprach US-Präsident Obama den Indianern eine bessere Zukunft. (Archivbild vom 5.11.2009)Großansicht
Washington (dpa) - Historische Einigung mit Indianern: Nach 13 Jahren erbittertem juristischen Tauziehen entschädigt die US-Regierung Ureinwohner mit insgesamt 3,4 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro).

Von den Zahlungen sind rund 300 000 Ureinwohner betroffen, die in der Vergangenheit von diversen Regierungen um die Einnahmen ihrer ehemaligen Stammesgebiete gebracht wurden. Justizminister Eric Holder meinte am Dienstag (Ortszeit), das Abkommen öffne einen Weg zur weiteren Versöhnung. Ausdrücklich sprach er von einem «historischen» Ereignis. Auch Präsident Barack Obama hatte sich dafür stark gemacht.

In dem Fall ging es um eine 1996 eingereichte Sammelklage, die der Regierung in Washington vorwirft, sie habe die Indianer um Milliarden-Dollar-Zahlungen aus Treuhänderfonds geprellt. Die Fonds, in die Erlöse aus der wirtschaftlichen Ausbeutung von Indianergebieten flossen, waren 1897 eingerichtet worden.  

In die Fonds sollten Gelder fließen, die Weiße für Nutzungsrechte in den Indianer-Reservaten zahlten. Eine Art Gebühr für Ölbohrungen, Weiderechte und Abholzung. Viele Indianer hatten jedoch niemals einen Dollar daraus erhalten, manche lediglich in unregelmäßigen Abständen kleinere Summen. Die Sammelklage hatte Elouise Cobell, eine Schwarzfuß-Indianerin, 1996 initiiert.  

Gesellschaft / Minderheiten / USA
09.12.2009 · 12:27 Uhr
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