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USA: Dow wieder über 11 000 Punkten

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New York (dpa) - Die US-Börsen haben am Donnerstag erneut zu einem Befreiungsschlag angesetzt und deutlich im Plus über 11 000 Punkten geschlossen. Angesichts erfreulicher Konjunkturdaten hätten die US-Börsen nun einen weiteren Erholungsversuch nach den jüngsten Kurseinbrüchen gestartet, meinten Börsianer.

Für Rückenwind sorgte, dass in den USA die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche stärker als erwartet gesunken war. Auch überraschend gute Unternehmensdaten hätten die Stimmung aufgehellt und die Sorgen um eine Verschärfung der europäische Schuldenkrise in den Hintergrund rücken lassen.

Der Leitindex Dow Jones Industrial schnellte um 3,95 Prozent auf 11 143,31 Punkte in die Höhe. Bereits am Dienstag hatte er in einer ähnlichen Größenordnung zugelegt, bevor er dann am Mittwoch ins Minus gedreht und auf dem tiefsten Stand seit September 2010 geschlossen hatte. Innerhalb eines Zeitraums von drei Wochen hat der Dow nunmehr wegen der Schuldenkrisen dies- und jenseits des Atlantiks noch immer über 12 Prozent an Wert verloren.

Der breiter gefasste S&P 500 stieg am Donnerstag um 4,63 Prozent auf 1172,64 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq kletterte der Composite-Index um 4,69 Prozent auf 2492,68 Punkte und der Auswahlindex Nasdaq 100 legte um 4,53 Prozent auf 2167,07 Punkte zu.

Die am Mittwoch noch erheblich unter Druck geratenen Finanzwerte zeigten eine deutliche Reaktion auf ihren jüngsten Kurseinbruch und gehörten nun zu den größten Gewinnern am Markt. So stiegen Bank of America um 7,09 Prozent auf 7,25 US-Dollar und JPMorgan um 6,75 Prozent auf 36,69 Dollar. Die Aktien des Kreditkartenunternehmens American Express rückten um 5,30 Prozent auf 45,07 Dollar vor.

Spitzenreiter im Dow aber waren die Titel von Cisco Systems, die um 15,95 Prozent auf 15,92 Dollar in die Höhe schnellten. Der weltgrößte Netzwerkausrüster hatte am Vorabend insgesamt überzeugende Quartalszahlen präsentiert. Allerdings hatte das Unternehmen wegen massiver Sparmaßnahmen einen kräftigen Gewinneinbruch erlitten. Auslöser waren vor allem einmalige Kosten von einer Milliarde Dollar für Stellenabbau und den Verkauf von Unternehmensteilen gewesen.

Gewinne von mehr als fünf Prozent verbuchten die Aktien von Unternehmen, die besonders stark von einer Konjunkturerholung profitieren dürften. Dazu zählten etwa die Papiere des Chemiekonzerns DuPont, des Aluminiumproduzenten Alcoa und der Baumarktkette Home Depot.

Außerhalb des Dow kletterten die Aktien der News Corp um 18,09 Prozent auf 16,19 Dollar. Der Medienriese hatte ebenso wie Cisco am Vorabend nach Börsenschluss seine Zahlen vorgelegt. Zwar hatte das Online-Netzwerk MySpace auch nach seinem Verkauf noch für einen Gewinneinbruch gesorgt, die Zahlen aber waren insgesamt dennoch besser als von Analysten erwartet dahergekommen.

Um 9,23 Prozent auf 4,97 Dollar nach oben ging es für die Titel von Wendy's. Die Fast-Food-Kette hatte im zweiten Quartal den flächenbereinigten Umsatz gesteigert.

Der Euro stieg im New Yorker Handel auf 1,4229 US-Dollar. Grundsätzlich profitiert die Gemeinschaftswährung von einer besseren Börsenstimmung, während sinkende Aktienkurse belastend wirken. Richtungweisende zehnjährige Staatsanleihen hingegen fielen spiegelbildlich um 1 ganzen und 18/32 Punkte auf 98 7/32 Punkte. Die Rendite betrug 2,320 Prozent.

Börsen / USA
12.08.2011 · 07:02 Uhr
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