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USA befürchten antiamerikanische Ausschreitungen

Washington/Berlin (dpa) - Die Vereinigten Staaten befürchten nach dem Tod von Osama bin Laden Vergeltungsaktionen und antiamerikanische Gewalt. Die Regierung ruft ihre Bürger in aller Welt zu größter Wachsamkeit auf. Die diplomatischen Vertretungen der USA wurden in höchste Alarmbereitschaft versetzt.

Es könne sein, dass Botschaften und Konsulate aus Sicherheitsgründen auch zeitweise geschlossen werden müssten, erklärte das Außenministerium in Washington.

Die Regierung appellierte «dringend» an die US-Bürger in besonders brisanten Regionen, «angesichts der Unsicherheit und Unberechenbarkeit der gegenwärtigen Lage» Massenversammlungen oder Demonstrationen zu meiden. Am besten sollten sie in ihren Hotels und Häusern bleiben, die Nachrichten verfolgen und Kontakt zu den nächsten US-Botschaften oder -Konsulaten halten, hieß es in einer Erklärung. Reisen sollten so weit wie möglich eingeschränkt, die Umgebung wachsam beobachtet werden. Die Warnung soll zunächst bis zum 1. August gelten.

Vor der US-Botschaft in Berlin waren am Montag keine verschärften Sicherheitsvorkehrung erkennbar. Vor dem Botschaftsgebäude am Pariser Platz neben dem Brandenburger Tor konnten Touristen flanieren wie an jedem anderen Tag. Die Sicherheitsvorkehrungen an der US-Vertretung sind jedoch immer sehr streng. Ob jetzt zusätzliche Maßnahmen getroffen wurden, wollte Botschaftssprecher Bruce Armstrong auf Anfrage nicht kommentieren.

Es gebe keine Anmeldungen für Demonstrationen vor dem Botschaftsgebäude, sagte einer der wachhabenden Polizisten. Vor dem Weißen Haus in der US-Hauptstadt Washington wie auch auf Ground Zero in New York hatten sich bereits in der Nacht Hunderte Menschen versammelt, um den Tod des Chefs der Terrororganisation Al-Kaida zu feiern.

Terrorismus / USA
02.05.2011 · 12:57 Uhr
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