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US-Senatorin: Bin Laden wollte nach Waffe greifen

Washington (dpa) - Nach der Tötung von Terroristenchef Osama bin Laden kommen weitere Details über die Kommandoaktion in Pakistan ans Licht. Nach den Worten einer US-Senatorin versuchte der Al-Kaida-Chef nach einer Waffe zu greifen, unmittelbar bevor er von Elitesoldaten mit zwei Kugeln erschossen wurde.

Bin Laden sei dabei gewesen, «sich diese Waffen zu greifen. Da kann man kein Risiko eingehen», sagte die Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Senat, Dianne Feinstein, am Mittwoch (Ortszeit) dem US-Sender CNN.

Die «New York Times» berichtet derweil von einem «extrem einseitigen Gefecht» während der Kommandooperation im Anwesen des Terroristenchefs. Die Navy Seals seien nur ein einziges Mal beschossen worden, nämlich ganz zu Beginn der Aktion, schreibt die Zeitung unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Dabei habe ein Kurier Bin Ladens die Soldaten aus einem Gästehaus auf dem Gelände heraus unter Feuer genommen. Nachdem die Spezialkräfte den Kurier getötet hatten, «wurde nicht mehr auf die Amerikaner geschossen».

Das Weiße Haus hatte am Mittwoch erklärt, Fotos von dem getöteten Terroristenchef nicht freigeben und überdies keine weiteren Einzelheiten der Kommandoaktion veröffentlichen zu wollen. Die US-Regierung habe sich bislang «in einigen der provokantesten Details» ihrer bisherigen Darstellung der Ereignisse korrigiert, schreibt die «Washington Post»: Weder sei Bin Laden wie zunächst behauptet «während eines Feuergefechts» getötet worden, noch habe er eine seiner Ehefrauen als menschliches Schutzschild benutzt.

Terrorismus / USA
05.05.2011 · 22:53 Uhr
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