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US-Republikaner streiten sich über Mond-Kolonie

Auch bei der letzten TV-Debatte vor den Vorwahlen in Florida gab es keinen eindeutigen Sieger oder Verlierer. Foto: Brian BlancoGroßansicht

Washington (dpa) - Scharfe Wortgefechte, abenteuerliche Themen: Die Präsidentschaftsbewerber der US-Republikaner haben sich bei ihrer TV-Debatte ausführlich darüber gestritten, ob auf dem Mond eine Kolonie angelegt werden soll.

Während Ex-Parlamentspräsident Newt Gingrich vehement für eine energische Wiederankurbelung der bemannten Raumfahrt eintrat, äußerten sich seine Kontrahenten skeptisch. Der Kongressabgeordnete Ron Paul lehnte gar jede weitere Reise zum Erdtrabanten strikt ab - man solle höchstens «Politiker auf den Mond schießen».

Weitere Themen der 19. Republikanerdebatte waren die persönlichen Finanzen von Ex-Gouverneur und Multimillionär Mitt Romney, illegale Einwanderung sowie die Frage, warum die Bewerber ihre jeweilige Ehefrau als potenziell gute «First Lady» betrachten.

Hintergrund der Monddebatte: Die nächsten Vorwahlen am Dienstag sind in Florida - der dortige Nasa-Weltraumbahnhof Cape Canaveral liegt seit dem Aus der Shuttleflüge im vergangenen Jahr so gut wie lahm. Tausende Arbeitsplätze in Florida hängen an der Raumfahrt.

Ganz offenbar mit Blick auf diese Lage hatte Gingrich bereits zuvor eine Mondkolonie mit 13 000 Menschen ins Gespräch gebracht. Romney konterte: «Ich habe 25 Jahre in der Privatwirtschaft verbracht. Wenn ein Manager zu mir gekommen wäre und vorgeschlagen hätte, ein paar Hundert Milliarden Dollar in eine Kolonie auf dem Mond zu stecken, hätte ich ihm gesagt: Sie sind gefeuert.»

Gingrich beharrte auf einer Ankurbelung der Raumfahrt: Er wolle nicht, dass die Chinesen demnächst auf dem Mond landen, ohne dass nochmals Amerikaner dort waren.

Das Rennen der Republikaner ist weiterhin völlig offen. Es gab weder einen eindeutigen Sieger noch einen klaren Verlierer bei der Debatte. Bei der Abstimmung am Dienstag in Florida wird ein knappes Ergebnis erwartet. Experten gehen davon aus, dass das Rennen noch Wochen weitergehen wird. Endgültig entscheidet erst der Republikaner-Parteitag im Sommer, wer gegen Präsident Barack Obama antritt. Die Präsidentenwahlen sind am 6. November.

Wahlen / USA
27.01.2012 · 17:54 Uhr
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