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US-Regierung sieht Probleme bei Schließung des Öllecks

Video-Handout von den Arbeiten am defekten BP-Bohrloch im Golf vom Mexiko. Die provisorisch abgedichtete Ölquelle hält zunächst.Großansicht
Washington (dpa) - Im Kampf gegen die Ölpest gibt es offensichtlich Differenzen zwischen BP und der US-Regierung. Der Einsatzleiter der Regierung, Admiral Thad Allen, stellte sich am Sonntag nicht eindeutig hinter die Strategie von BP, das Bohrloch bis auf weiteres geschlossen zu halten.

Stattdessen sprach Allen von möglichen Problemen. Belastungstests am neuen Zylinder auf dem Bohrloch hätten ergeben, dass der Druck nicht wie erwartet ansteige, meinte er in einer schriftlichen Erklärung.

Dies könne bedeuten, dass es ein Leck in der Steigleitung unter dem Meeresboden gebe. Oder dass sich das Rohölreservoir durch das Ausströmen von Öl seit drei Monaten langsam leere. Dies müsse durch weitere Tests geklärt werden. Er warnte vor bleibenden Schäden, wenn Öl aus der Steigleitung austrete.

BP-Manager Doug Suttles hatte kurz zuvor erklärt, die Ventile des über dem Leck platzierten Zylinders sollte bis auf weiteres geschlossen bleiben. Es sollte kein Öl mehr in den Golf von Mexiko fließen.

Dagegen hatte Allen bereits zuvor deutlich gemacht, nach den Belastungstests werde das Bohrlochs wieder geöffnet. Danach werde man wieder beginnen, das austretende Öl auf Schiffe abzupumpen.

BP war es am Donnerstag gelungen, einen meterhohen Zylinder auf dem ramponierten Bohrloch zu installieren und das Leck erstmals seit drei Monaten zu schließen.

Seit dem Unfall auf der Bohrinsel «Deepwater Horizon» im April strömen Tag für Tag bis zu 8200 Tonnen Rohöl ins Meer. Es ist die schwerste Ölpest der US-Geschichte.

Neue Website der am Einsatz beteiligten US-Behörden und Unternehmen

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Umwelt / USA
18.07.2010 · 21:54 Uhr
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