News
 

US-Regierung: 75 Prozent des Öls ist verschwunden

Washington (dpa) - Verdunstet, aufgelöst und aufgesammelt: Dreiviertel des Öls, das nach dem Unglück der Bohrinsel «Deepwater Horizon» in den Golf von Mexiko strömte, ist verschwunden.

Es wurde zum großen Teil von den Einsatzmannschaften beseitigt, aber viel verschwand auch auf natürliche Weise. Das hat die US-Regierung am Mittwoch mitgeteilt. Die Angaben beruhen demnach auf wissenschaftlichen Berechnungen der Nationalen Behörde für Ozeanographie (NOAA) und des Innenministeriums.

Nach jüngsten Angaben von Forschern sind nach dem Versinken der Bohrinsel am 22. April insgesamt 4,9 Millionen Barrel Öl in den Golf von Mexiko geflossen - das sind etwa 666 400 Tonnen. In dem Regierungsbericht heißt es, dass 33 Prozent davon beseitigt oder gezielt vernichtet wurden: Das Öl wurde abgefackelt, abgesaugt oder mit Hilfe von Chemikalien zersetzt.

Weitere 25 Prozent Öl seien verdunstet oder hätten sich von selbst aufgelöst, und 16 Prozent seien ebenfalls auf natürliche Weise in mikroskopische Tropfen zerfallen.

Die restlichen 26 Prozent befänden sich als Rückstände auf oder direkt unter der Wasseroberfläche, seien in Teerbälle geformt, an Land geschwemmt worden oder in Sand und Sedimenten begraben. «Zersetztes Öl und Ölrückstände bleiben im System, bis sie durch eine Reihe natürlicher Prozesse abgebaut werden», heißt es in dem Bericht, den die NOAA veröffentlichte. Es gebe Anzeichen dafür, dass das Öl schnell abgebaut werde.

Info-Portal von US-Behörden und Unternehmen

Umwelt / USA
04.08.2010 · 19:02 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
Es liegen momentan keine neuen Nachrichten vor.
 

News-Suche

 

News-Archiv

 
Diese Woche
26.09.2017(Heute)
25.09.2017(Gestern)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen