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US-Politiker kritisiert Verhalten der US-Regierung gegenüber Airbus

Washington (dts) - Nach dem Rückzug von Airbus aus dem Rennen um einen 35-Milliarden-Dollar-Auftrag der US Air Force hat ein Regional-Politiker aus dem Bundesstaat Alabama heftige Kritik an Washington geübt. Der Commissioner von Mobile County, Stephen Nodine, sagte dem Nachrichtenmagazin "Focus": "Airbus wollte bei uns 2.500 Arbeitsplätze schaffen und entlang der Golfküste sogar 10.000 Jobs. Und was machen wir? Wir spucken auf sie und jagen sie wieder nach Hause. Dafür sollten wir Amerikaner uns schämen." In seinem Landkreis (County) um die 400.000-Einwohner-Stadt Mobile wollte der europäische Flugzeughersteller ein Montagewerk für 179 fliegende Tankstellen errichten, die das Pentagon ausgeschrieben hatte. Aus diesem Bietergefecht zog sich Airbus zurück und überließ den Auftrag damit Boeing. Airbus-Vorstandschef Tom Enders sagte "Focus": "Politische Bewertungen überlasse ich anderen. Die eigentlichen Verlierer sind die US-Luftwaffe, die die zweitbeste Lösung bestellen muss, und der amerikanische Steuerzahler. Denn der wird am Ende mehr zahlen." Commissioner Nodine zufolge wollte Boeing "auf jeden Fall verhindern, dass ein Konkurrent auf amerikanischem Boden Fuß fassen kann. Und das ist ihnen gelungen."
USA / Unternehmen / Luftfahrt
14.03.2010 · 08:27 Uhr
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