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US-Pastor sagt Koran-Verbrennung endgültig ab

Pastor Terry JonesGroßansicht

New York/Washington (dpa) - Der radikale US-Pastor Terry Jones hat seine Koran-Verbrennung endgültig abgesagt. «Wir werden den Koran definitiv nicht verbrennen. Heute nicht, niemals», sagte der Fanatiker dem US-Fernsehsender NBC am Samstag.

Er versprach weiter, seine Meinung diesmal nicht mehr zu ändern. «Ich kann das absolut garantieren.»

In den vergangenen Tagen hatte Jones mit mehrdeutigen und widersprüchlichen Äußerungen über die angekündigte Aktion am Jahrestag der Anschläge vom 11. September große Verwirrung ausgelöst. Seine Pläne für die Verbrennung von rund 200 Koran-Ausgaben auf dem Gelände seiner winzigen Gemeinde in Gainesville (Florida) hatten weltweit Empörung ausgelöst. Unter anderem riefen US-Präsident Barack Obama, Bundeskanzlerin Angela Merkel, islamische Führer und die Vereinten Nationen den Pastor und seine knapp 50 Gemeindemitglieder auf, die Aktion aufzugeben.

Zuvor hatte Jones in New York für Wirbel gesorgt. Der Fanatiker war am Freitagabend von Florida aus in die Millionenmetropole geflogen. Nach seiner Landung sei es am Flughafen La Guardia zu einem beispiellosen Polizeieinsatz gekommen, berichtete der Fernsehsender ABC. Ein Flughafenterminal sei praktisch komplett geräumt worden, berichtete eine Reporterin des Senders.

New Yorks Polizeichef Raymond Kelly sagte dem Fernsender CNN am Samstag, man werde Jones, der bis Montag in New York bleiben wolle, auf Schritt und Tritt beobachten. Als Begründung gab er an, die Polizei sei besorgt um die Sicherheit des Pastors.

Jones hatte angekündigt, er wolle sich mit New Yorker Imam Feisal Abdul Rauf treffen. Dieser solle ihm bestätigen, dass eine umstrittene Moschee nicht in der Nähe des Orts der Anschläge vom 11. September gebaut werde. Damit hatte Jones seinen Verzicht der Koran-Verbrennung begründet. Allerdings habe er keinen Termin bei dem für das Projekt zuständigen Imam bekommen, sagte Jones. Rauf hatte auch entschieden bestritten, sich mit dem Pastor darauf geeinigt zu haben, die Moschee an einem anderen Ort zu errichten.

Religion / Islam / USA
11.09.2010 · 21:38 Uhr
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