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US-Luftfahrt: Ab drei Stunden Warten wird es teuer

Washington (dpa) - Passagiere auf US-Inlandsflügen müssen künftig nicht länger als drei Stunden in den startbereiten Flugzeugen ausharren. Mit dieser Regelung reagierte die US-Regierung auf eine Reihe spektakulärer Fälle, bei denen Reisende bis zu sechs Stunden lang ihr Flugzeug nicht verlassen durften.

«Alle Passagiere haben Rechte, und diese neuen Regeln verpflichten die Airlines, ihre Kunden fair zu behandeln», sagte US-Verkehrsminister Ray LaHood am Montag (Ortszeit) in Washington.

Bei Verstößen müssen Fluggesellschaften künftig mit einer saftigen Buße von 27 500 Dollar (19 230 Euro) pro Passagier rechnen. Laut Ministerium gab es 2007 und 2008 im Durchschnitt jeweils 1500 Flüge, bei denen die Maschine länger als drei Stunden am Boden festsaß.

Ein aufsehenerregender Fall ereignete sich im Sommer, als die Passagiere eines vollbesetzten Regionalflugzeugs in Rochester (US-Staat Minnesota) sechs Stunden lang nicht aussteigen durften. Dem Kapitän war damals gesagt worden, die Fluggäste müssten in der Maschine bleiben, weil das Sicherheitspersonal bereits nach Hause gegangen sei. Die Behörden verhängten deshalb ein Bußgeld von 175 000 Dollar, nach der neuen Regung wären nun 1,3 Millionen Dollar fällig.

Laut «New York Times» lassen Fluggesellschaften ihre Maschinen nur ungern zum Terminal zurückkehren, weil sie dadurch ihren Platz in der Reihe der auf den Start wartenden Flugzeuge verlieren. Laut Minister LaHood gilt die neue Regelung vorerst nur für Inlandsflüge, weil die Zahl solcher Vorfälle bei internationalen Verbindungen geringer sei. Er schloss aber nicht aus, dass die Vorschrift auch auf internationale Flüge ausgeweitet werden könnte.

Luftverkehr / USA
22.12.2009 · 12:22 Uhr
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