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US-Drohne tötet pakistanische Rebellen

Hütten im pakistanischen Süd-Waziristan: Diese Gegend gilt als Rückzugsgebiet der Taliban.Großansicht

Islamabad (dpa) - Bei einem US-Raketenangriff im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan sind am Samstag mindestens 16 mutmaßliche radikalislamische Aufständische getötet worden.

Weitere Extremisten seien bei dem Drohnen-Angriff auf einen Gebäudekomplex in einem Dorf in der unruhigen Stammesregion Süd-Waziristan verletzt worden, berichteten pakistanische Sicherheitskräfte. Unter den Getöteten soll auch ein wichtiger Anführer der Aufständischen sein.

Der unbemannte Flugkörper habe insgesamt fünf Raketen auf den Extremisten-Unterschlupf gefeuert, verlautete aus Geheimdienstkreisen. Das Versteck sei von den Kämpfern des mit den Taliban verbündeten Stammesführers Mullah Nazir genutzt worden, um grenzübergreifende Angriffe auf ausländische Truppen in Afghanistan zu verüben. Dorfbewohner hätten 16 Tote und auch mehrere Überlebende aus den Trümmern geborgen. Unter den Toten sei ein führender Kommandeur der Extremisten, Taj Ali, gewesen. Später hätten die Islamisten mindestens vier Raketen auf ein US-Militärlager auf der afghanischen Seite der Grenze abgeschossen.

Mullah Nazir ist einer der einflussreichen Stammesfürsten mit eigener Miliz in dem unsicheren Grenzgebiet zu Afghanistan. Die Region dient den Taliban und Al-Kaida als Rückzugsraum für ihren Kampf gegen die ausländischen Truppen in Afghanistan.

Auf Druck der USA startete die pakistanische Armee im vorigen Oktober eine Offensive in Süd-Waziristan, um die Region unter Kontrolle der Regierung in Islamabad zu bringen. Die US-Truppen haben in den vergangenen Jahren mehrere Talibanführer mit Drohnenangriffen getötet.

Konflikte / Pakistan
24.07.2010 · 12:29 Uhr
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