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Untreuevorwurf gegen Ex-Arcandor-Chef Middelhoff

Arcandor/MiddelhoffGroßansicht
Essen (dpa) - Der frühere Arcandor-Chef Thomas Middelhoff will sich gegen Untreuevorwürfe zur Wehr setzen. Middelhoff habe eine Stellungnahme zu den Vorermittlungen angekündigt, sagte die Sprecherin der Essener Staatsanwaltschaft am Dienstag.

Unterdessen ging eine Anzeige gegen den aktuellen Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick wegen Insolvenzverschleppung ein. Die Anzeige habe aber lediglich ein Privatmann gestellt. Als Begründung habe er Zeitungsausschnitte beigelegt, sagte die Sprecherin.

Im Fall Middelhoff geht es um fünf Gebäude, die vom Konzern für Karstadt-Warenhäuser bei Immobilienfonds angemietet werden. Die Fonds waren gemeinsam von der Privatbank Sal. Oppenheim und dem Projektentwickler Josef Esch aufgelegt worden. Die Häuser sind laut «Spiegel» - noch bevor Middelhoff zu dem Konzern kam - zu außergewöhnlich hohen Preisen angemietet worden. Im Gegenzug sollte Esch den Konzern offenbar an Gewinnen aus seinen Großprojekten beteiligen, heißt es. Zu den Geschäften sei es aber nicht gekommen.

Der Vorstand habe die Ausfälle auf rund 100 Millionen Euro beziffert. Laut juristischer Prüfung seien die Gelder aber nicht einzutreiben gewesen, hatte Middelhoff erklärt. An dem Fonds sollen Middelhoff und seine Frau beteiligt sein.

Handel / Arcandor
09.06.2009 · 16:14 Uhr
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