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Unternehmen in Ägypten fahren Produktion wieder hoch

Kairo/Berlin (dpa) - Nach fast zwei Protestwochen in Ägypten erwacht das Wirtschaftsleben am Nil langsam wieder.

Der Geschäftsführer der Deutsch-Arabischen Handelskammer in Kairo, Rainer Herret, sagte der Nachrichtenagentur dpa am Sonntag in einem Telefoninterview: «Die Unternehmen fahren die Produktion vorsichtig wieder hoch. Allerdings fangen manche Firmen erst einmal nur mit Notbesetzungen wieder an.» Auch die Handelskammer selbst war seit dem 28. Januar geschlossen, jetzt sei der Betrieb wieder aufgenommen worden. «Wir wollten erst einmal abwarten, wie sich alles entwickelt», erklärte Herret.

Eine zaghafte Rückkehr zur Normalität sei auch im Alltag zu beobachten. «Die Banken sind wieder geöffnet, der Straßenbau arbeitet wieder und die Polizei ist auch wieder da.» Es gebe nun die Hoffnung, dass die gewalttätigen Ausschreitungen sich nicht wiederholten.

Geschäfte hingegen - mit Ausnahme von vielen Läden in bürgerlichen Stadtteilen und der Innenstadt - seien ohnehin auch in den vergangenen zwei Wochen geöffnet gewesen. Eine regelrechte Lebensmittelknappheit habe er persönlich nicht beobachtet.

Es habe aber Berichte gegeben, wonach Großhändler Mehl gehortet hätten. «Das hat man auch gemerkt, denn Brot war zeitweise 500 Prozent teurer als sonst. Statt 15 mussten 75 Piaster dafür bezahlt werden.» Die Regierung, die die Lebensmittelpreise subventioniere, habe aber eingegriffen, um Brotunruhen zu vermeiden. Jetzt sei der Preis wieder gesunken.

Unruhen / Wirtschaftsinstitutionen / Ägypten
06.02.2011 · 21:54 Uhr
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