News
 

Unruhen in Bangkok: 16 Tote und 140 Verletzte

BangkokGroßansicht
Bangkok (dpa) - Bei den neuen Unruhen in Bangkok sind nach Krankenhausangaben schon mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 140 Menschen wurden bei den Scharmützeln zwischen Oppositionellen und Polizei und Armee verletzt, berichteten Ärzte am Samstag.

Auf den Straßen rund um das von den Rothemden besetzte Geschäftsviertel waren tausende Soldaten in Einsatz. Immer wieder waren Schüsse zu hören.

Die Demonstranten zogen sich weitgehend in ihr Lager zurück, wo sie sich hinter Wällen aus Autoreifen und Zäunen mit spitzen Bambusstangen verbarrikadiert haben. Die Straßen in unmittelbarer Nähe des Viertels waren mit leeren Tränengaskanistern und ausgebrannten Autoreifen übersät, ansonsten aber ausgestorben. Ein Ende der Konfrontation war nicht in Sicht.

Die Regierung betonte, dass die Sicherheitskräfte nur die Stellung halten und Blutvergießen verhindern wollten und keine Räumung des Geländes an der Ratchaprasong-Straße planten. Die Rothemden stellten sich dennoch auf einen Ansturm ein. In dem Areal sind nach Schätzungen der Polizei bis zu 5000 Menschen. Sie haben Steine und selbst gemachte Benzinbomben gehortet, um anrückende Einheiten abzuwehren. Die Demonstranten sprachen von 15 000 Besetzern.    

Am frühen Morgen begannen Dutzende Taxis, eine Zufahrt zu dem Viertel von einer Schnellstraße zu blockieren, die auf Stelzen durch die Innenstadt führt, berichtete die Zeitung «Nation». Sie rechneten mit einem Armeevorstoß aus dieser Richtung und wollten die Rothemden schützen, hieß es.    

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief beide Seiten zur Ruhe auf. Sie sollten zum Dialog zurückzukehren, um die Probleme friedlich zu lösen, sagte er nach Angaben einer Sprecherin in New York.

Konflikte / Thailand
15.05.2010 · 10:20 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

 

News-Archiv

 
Diese Woche
17.01.2017(Heute)
16.01.2017(Gestern)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen