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UNO bestürzt über blutiges Massaker in Nigeria

Genf (dts) - Nach dem grausamen Massaker in Nigeria hat die UNO die Regierung des bevölkerungsreichsten Afrika-Landes scharf kritisiert. Die UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay forderte heute in Genf umgehende Verbesserungsmaßnahmen in Sachen Sicherheit und die Entschärfung des Konflikt der beiden Religionsgruppen. Ein muslimisches Nomadenvolk hatte in der Nacht zu Sonntag drei christliche Dörfer angegriffen, wobei mindestens 500 Menschen ums Leben gekommen waren. Erst im Januar starben in der Stadt Jos 300 Menschen bei schweren Kämpfen zwischen christlichen und muslimischen Volksgruppen. Pillay sei über das Ausmaß der religiös motivierten Gewalt in Nigeria "bestürzt". Menschen würden "wild niedergemetzelt", Sicherheitskräfte müssten in den Dörfern endlich "sichtbar" sein, so die UN-Kommissarin. Auch die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) verurteilte die Kämpfe zwischen Muslimen und Christen und rief zur Versöhnung auf. Die Grenzstadt Jos liegt zwischen dem christlichem Süden und dem muslimischem Norden des Landes und ist ein Krisenherd religiös und wirtschaftlich motivierter Gewalttaten. Muslime und Christen leben zu jeweils 50 Prozent in Nigeria.
Afrika / Nigeria / Schweiz / Kriminalität / Religion
09.03.2010 · 17:21 Uhr
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